Archiv für Oktober 2007

What’s Terrorism???

Internationale Auslobung eines Preises zur Definition des Begriffs „Terrorismus“
International Terrorism (by epha)
@https://einstellung.so36.net/de/was-ist-terror

Weitere Infos zum Verfahren gegen die mg-Beschuldigten:
http://www.anderslautern.de/index.php?id=749

Weitere Links:
http://einstellung.so36.net/
http://soli.blogsport.de/
http://delete129a.blogsport.de/
http://annalist.noblogs.org/

RIP Lucky Dube: 1964-2007

Zum Tod von Lucky Dube

Er hieß so wie ein berühmter Mafiaboß und war nicht nur in Südafrika ein Superstar. Doch anders als Salvatore Lucania, der 1962 unter dem Namen Namen »Lucky Luciano« in Neapel seine jahrzentelange Karriere als Cosa Nostra-Pate in Freiheit beendete, hat Lucky Dube das Glück letztlich verlassen. Er wurde am vergangenen Donnerstag in Johannesburg auf offener Straße von Räubern erschossen, die seinen grauen Chrysler an sich bringen wollten. Seine Tochter und sein Sohn hatten gerade das Auto verlassen, als sie zusehen mußten, wie ihr Vater ermordet wurde.

Lucky Philip Dube bekam seinen Vornamen »Lucky« – der Glückliche – im August 1964 von seiner alleinerziehenden Mutter, weil sie mit ihm nach mehreren Fehlgeburten endlich ein gesundes Kind zur Welt gebracht hatte. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Seine musikalische Begabung wurde erstmals entdeckt, als er nach dem plötzlichen Verschwinden des Schulchorleiters spontan dessen Rolle übernahm. Mit 18 gründete er mit Mitschülern seine erste Band.

Der nicht nur mit immer eindrucksvolleren Dreadlocks, sondern auch mit einer wohlklingenden, würdevollen Stimme gesegnete Lucky Dube begann seine Karriere als Sänger der Zulu-sprachigen Mbaqanga-Musik. Mbaqanga war die populäre Musik der südafrikanischen Townships der späten 50er bis 70er Jahre, nachdem das Saxophon die Pennywhistle als Leadinstrument ersetzt hatte. Die bekanntesten Gruppen dieses Stils waren und sind die Soul Brothers und die Mahotella Queens, deren Gesang eine afrikanisierte Version des US-amerikanisch DooWop-Stils der 50er Jahre darstellt. In diesem Stil veröffentlichte Lucky Dube Anfang der 80er Jahre seine ersten Platten.

Mitte der 80er wandte er sich dem auch in anderen Teilen Afrikas überaus geschätzten – weil voller Afrikabezüge steckenden – jamaikanischen Reggae zu. 1984 erschien Dubes erste Reggae-Platte, programmatisch »Rastas never die« genannt. Kurz vor seinem Tod erklärte er diese Wende: »Mbaqanga ist nur in Südafrika bekannt und wird meist auf Zulu gesungen. Ich wollte, daß meine Musik – meine Botschaft – nicht nur in Südafrika gehört wird. Reggaemusik findet man überall, und so wurde Reggae das Vehikel, um den Menschen überall in der Welt diese Botschaft nahezubringen.« Tatsächlich wurde Dube ein Superstar Afrikas und stand auch schon gemeinsam mit Michael Jackson, Celine Dion oder Sting auf der Bühne. Wurde »Rastas never die« nach Erscheinen in Südafrika verboten, kam 1985 der kommerzielle Durchbruch mit dem Album »Think About The Children«.

1989 erschien »Prisoner«. Der Titel steht programmatisch für die sozial und politisch engagierten Texte von Dube, der vielen als neuer Bob Marley galt. Nach dem Ende des Apartheidregimes behielt er seine kritische Haltung bei. Auf dem 1999er Album »The Way it is« finden sich Titel wie »Crime & Corruption; ein Thema, das im Nach-Apartheid-Südafrika nicht weniger aktuell ist als zuvor. Im Titelsong heißt es: »Machst du dir je Sorgen darüber, daß man dir deinen Wagen am hellichten Tag auf dem Highway 54 wegnehmen könnte, daß deine Frau eine Frau in schwarz wird, daß du das Haus verläßt und im Sarg zurückkehrst, mit einer Kugel im Kopf? Dann schließ dich uns an und kämpfe dagegen«. In Südafrika werden täglich 35 Autofahrer Opfer eines Fahrzeugraubes. Lucky Dube hinterläß eine frisch angetraute Frau und sieben Kinder, das jüngste ist drei Monate alt. (Quelle: jW, 23.10.’07)

Crime and Corruption
Do you ever worry about your house being broken into,
Do you ever worry about your car being taken away from you in broad daylight down Highway 54,
Do you ever worry about your wife becoming the woman in black,
Do you ever worry about leaving home and coming back in a coffin, with a bullet through your head,
So join us and fight this crime and corruption.

Lucky Dube – Crime and Corruption.mp3

Lucky Dube – Together.mp3

Rapidshare Download: Lucky Dube – Rough Guide to… :
Rough Guide to Lucky Dube.rar
Songlist: 1 Reggae Man / 2 Slave / 3 Together As One / 4 Truth In The World / 5 Prisoner (Live) / 6 War And Crime / 7 House Of Exile / 8 Crazy World / 9 It’s Not Easy / 10 Keep On Knocking / 11 Victims / 12 Feel Irie / 13 We Love It / 14 Crime And Corruption / 15 The Way It Is

Muzak against Sicherheitsstaat

Bundestag United: Kontrolle muss sein
(feat. Günther Beckstein, Wolfgang Schäuble, Theodor Heuss, Heribert Prantl, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Volker Bouffier u.a.)

Kontrolle muss sein.mp3

„Der zweite Mix von Bundestag United „Kontrolle muss sein“ trägt wieder verschiedene Politikerstimmen zusammen und mischt zu einem wuchtigen elektronischen Mix. Daten erfassen, um alle kontrollieren zu können ist der vorherrschende Traum: „Diejenigen kontrollieren, die einer Kontrolle dringend bedürfen“ fordert die Politikerriege, doch selbst Innenminister Schäuble muss hinzufügen: „ob die Daten geeignet wären die Täter zu fassen, weiß kein Mensch“

Weiter heißt es: „Auch nach diesem Kompromiss wird es möglich sein, über Monate hinweg miniutiös nachzuvollziehen, wer wo im Internet gesurft hat. Wer wann mit wem mit per Telefon, Handy oder Handy kommuniziert hat, wer wann welche Online-Dienste in Anspruch genommen hat. Das ist gespeichert! Das soll von allen gespeichert werden! Und nicht nur in einem gezielten Verfahren!“. Oder kurz zusammengefasst: „Konkret bedeutet das jeder steht unter Überwachung der Telekommunikation nutzt“. “

Bundestag United: Sicherheitswahn
(feat. Otto Schily vs. Wolfgang Schäuble, Günther Beckstein, Angela Merkel, Wolfgang Bosbach u.a.)

Sicherheitswahn.mp3

„Bundestag United bietet ein Potpourri von Politikerstimmen zum Sicherheitswahn. „Wir werden alle erfassen mit der Polizei“ erläutert Ex-Innenminister Otto Schily und bezeichnet Kritik an seinem Vorgehen auf Basis der Erhaltung der Grundrechte als „philosophische Haarspalterei“. „Überall“ gibt es „Terroristen, Kriminelle, Schwerverbrecher“ und letztlich könnte sich ja „niemand der Einsicht entziehen“, dass wir unseren Politikern wie die Lemminge in die Überwachungsgesellschaft folgen sollen, um uns vor Bösen zu bewahren.

Otto Schily führt aus: „Verbrechen beginnen im Geist und in der Seele von Menschen, derer sich das Böse bemächtigt“ und formuliert damit seine simple Sicht der Dinge und seine Kollegen stimmen ein: „Wir wollen die totale Sicherheit“. Der bayrische Innenminister Beckstein erläutert passend dazu seinen Traum der vollautomatischen Gesichtserkennung. Schöne, neue Welt.

Der Mix entlarvt die Protagonisten der öffentlichen Paranoia-Diskussion und produziert dabei auch noch einen recht tanzbaren Song.“

Bundestag United: Grundrechtsterror
(feat. Wolfgang Schäuble, Angela Merkel, Prof. P.-A. Albrecht u.a.)

Grundrechtsterror.mp3

Hier mal wieder was auf die Ohren mit „schönen“ verfassungs- und grundrechtsfeindlichen Äußerungen gewisser Politlebewesen.

More Muzak against Sicherheitsstaat @
https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Musik

Infos zum Thema:
https://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/

BONUSTRACKS

Achtung!!!!:
Neue Bonustracks @
Herbstmelodien’77 & Free Mumia….

Look at
herbstmelodien-77
free-mumia-and-the-rest-will-follow

Viel Spass !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Herbstmelodien ’77

Wie die Geschehnisse im Herbst 1977 sich auf die Musik und das Lebensgefühl der danachfolgenden Generationen auswirkte.
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»Es ist ein langer Weg, er ist noch nicht zu Ende, auch wenn es mancher hofft.«
„Der lange Weg nach Derendorf „- Das ist ein Song aus dem Jahr 1978 von der 70er Punkband Mittagspause. Darin geht es um den Tod des RAF-Kämpfers Willy-Peter Stoll, der im September 1978 bei einem Essen in einem China-Restaurant im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf erschossen wurde. Dieses Lied stellte als eines der ersten nach der von Ton Steine Scherben angeführten Politrock-Ära einen Zusammenhang zwischen der RAF als Teil der politischen Bewegung und der Subkultur der damaligen Zeit her.
„Punk als die Gegenkultur nach Schleyer und Stammheim, nach Mescalero und Kontaktsperre, Punk als die Gegenkultur in einem > wie man damals sagte < vollständig faschisierten Staat“ (D.Diedrichsen) war Ausdruck einer neuen Zeit. Ausser Punkrockbands wie Abwärts („Computerstaat“) setzten sich auch Post (bzw. Art)-Punkbands wie SYPH und Materialschlacht mit bis dahin ungewohnten („revolutionären“) musikalischen Mitteln mit der Ungeheuerlichkeiten der damaligen Realität auseinander.
Diese neue musikalische Sprache prallte auf „das festgefahrene gesellschaftliche System der BRD, die politische Hysterie – Stichwort RAF und DDR – , die jeden abweichenden Gedanken mit Sympathisant!, Kommunist! und „geh doch nach drüben“ quittierte, also kaum einen Fortschritt gegenüber 1968 zeigte(…) die sozialdemokratische und auch sonstige linke Spießigkeit, die ebenfalls keinen Freiraum für neue Gedanken lies und nur auf Machterhalt fixiert war, dazu das vom Friedensnobelpreisträger Willi Brandt abgesegnete Damoklesschwert Berufsverbote, daß über jeglicher linker politischer Betätigung junger Menschen hing zu einer Zeit, als ein Job beim Staat als erstrebenswert galt, der kann nachvollziehen, auf welches Frustrationspotential und damit Chancen die Idee PUNK in der BRD stieß, und welche Hoffnungen viele damit verbunden haben….“(m.fuchs)

Das Stück „Pure Freude“ heißt auf der EP übrigens „Klammheimlich“ und zeigt, dass S.Y.P.H. die Band war, die sich am explizitesten aller frühen deutschen Punkband auf den deutschen Herbst, die Konfrontation zwischen Staat und RAF, auf Stammheim und den Anspruch beider Seiten, dass wer nicht für sie sei ihr Feind sei, reagierte. So zeigt das Cover zwei Bildikonen aus dieser Zeit, auf der Vorderseite ein Tatortfoto von dem Kinderwagen, den die RAF bei der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer zum Stoppen seines Autos und zum Waffentransport verwendete, auf der Rückseite ein Foto eines Hubschrauber-Passagiers für einen Rundflug über Karlsruhe, der später als der gesuchte Terrorist Christian Klar identifiziert wurde, offenbar auf dem Weg Angriffsziele wie Gerichte und Staatsanwaltschaften auszukundschaften. Harry Rag beschreibt auf der S.Y.P.H.-Webseite wie sie damals 8 Wochen lang versuchten eine Druckerei für das Cover zu finden, aber keine fanden, obwohl die Bilder schon in Spiegel, Stern und sonst wo zu sehen waren. Schließlich legte die Band das Cover auf einen Fotokopierer und heftete die beiden Blätter zusammen. Irgendwann danach muß der Gitarrist Uwe Jahnke kalte Füße bekommen haben, denn sein Nachnahme ist auf dem Cover mit Edding ausgestrichen, ebenso ist auf dem Beiblatt aus der christian-na-klar-produktion eine xxxxxxxx-na-klar-produktion geworden und das Foto von Klar wurde durch 2 Eddingstriche unkenntlich gemacht. staatsmeinungsfetzen aus tagesschau & anderen pseudoobjektiven kommentaren werden aneinandermontiert. ebenfalls gespenstisch wie man das aus der distanz wahrnimmt: schleyer-entführung durch das hausner-kommando/forderung nach todesstrafe/abschaffung der zwangsernährung/erschießung von raf-geiseln/mogadischu/baader-enssin-raspe-selbstmord (oder „selbstmord“?) & was sonst noch alles an hysterischen überreaktionen passiert ist. 4 vokabeln werden von syph in die montage eingeblendet: heldentum, eigentum, eigenheim, stammheim!
syph
Tote in Gefängnissen, Polizeikontrollen an jeder Autobahnausfahrt und Strassenecke, Kill- und Computerfahndung prägten das neue Bild der BRD weit über das Politische hinaus, so dass es auch in den Nachbarstaaten wahrgenommen wurde. Brian Eno und Snatch setzten in England O-Tonschnipsel zu einem musikalisch dichten Stück zusammen, was auf die obskuren Menschenjagden der 70er einging. Im Punk und den weiteren musikalischen Umbrüchen der End-70er spiegelte sich die damals noch szenebestimmende Feindschaft gegenüber dem Rechts-Staat und seiner Organe wieder. Diese Staatsfeindschaft baut aber auf der in den emanzipatorischen, antiautoritären Bewegungen gemachten Erfahrung auf, dass eine bessere Organisation des Lebens möglich ist, eine Alternative zur BRD.Dies zeigte sich u.a. in der HausbesetzerInnen- und TUWAT-Bewegung der 80er. Im Gegensatz zur herrschenden Geschichtsschreibung über den „Deutschen Herbst ’77“ (wie sie auch gerne von Grünen-Gründern und TAZ-Pionieren dargestellt wird) waren Schleyer-Entführung und die „geselbstmordeten“(Die goldenen Zitronen – 6 gegen 60 Millionen) Gefangenen kein Ende der Geschichte der linksradikalen Bewegung , sondern Anfang einer neuen Etappe.

Andere in den Anfangs80ern bekannt gewordene Bands, wie Der Plan, DAF, FM Einheit (Einstürzende Neubauten), die in ihren Anfangsjahren kaum bis gar nicht mit Songs zur politischen Bewegung auffielen, setzen sich erst in den letzen Jahren mit der RAF auseinander. Gerade das aus O-Tonschnipseln und Industrial-Sounds zusammengesetzte „Ulrike Meinhof, Paradise“ zeigt wie intensiv und prägend die Künstler Andreas Ammer und FM Einheit die Geschichte der RAF empfunden haben müssen. Ein Mensch, der die Zeit nicht miterlebt hat, könnte das (scheinbar) massig vorhanden Archivmaterial kaum so treffend zusammensetzen. Auch an DAF und dem 2002er (!!!) Song „Kinderzimmer“ ist spürbar wie tief die Guerilla in die damalige Gesellschaft vorgedrungen ist.
…in meinem schönen kinderzimmer – damals noch im ruhrgebiet – herrschte immer die guerilla – guerilla ist der kleine krieg – ulrike meinhof war für mich – als kind ein echter superstar – an meinem heldenfirmament – mit valentina tereschkova, emma peel und raquel welch – in meinem schönen kinderzimmer – damals noch im ruhrgebiet – herrschte immer die guerilla (DAF-“Kinderzimmer“)
Die Kraft dieser Stücke geht dabei von der subjektiven Beschreibung der gesellschaftlichen Zustände aus, nicht von Indentifikation mit der Guerilla bzw. der (mit ihr) solidarisch verbundenen linken Bewegung, wie zu Zeiten von Ton Stein Scherben, die sich schon Mitte der 70er aus den Städten und den Kämpfen zurückzogen.
hafenstrasse
Bands, die ihre produktivsten Phasen Ende der 80er, Anfang der 90er hatten, wie Chumbawamba und Die goldenen Zitronen sahen sich wieder mehr als Teil der Bewegung und die RAF auch als Teil ihrer Geschichte, was bei dem Song „6 gegen 60 Millionen“ von den „Zitronen“ am klarsten hervorsticht. Mit dem, seit dem Beginn der 90er und dem damit einhergehenden Siegesgetöse der Kapitalisten gewachsenen Abstand wurde nun auch Kritik an den „im System angekommenen“ verbürgerlichten Ex-Revolutionäre klar formuliert:
„Sie hatten Angst vor der Konsequenz ihres eigenen Geredes, vor diesem und jenem und sonst noch was. Zum Beispiel ihrem Gerede von Revolution. Viel später zeigte sich, wie unnötig dies ganze Aufsehen doch war. Nichts weiter als 60 gegen 60 Millionen. Ein Teil von Geschichte, ein paar explosionen. Spektakuläre Fotos, ein zerfetzter Schleyer, ein prickelndes Spektakel und ein Volk auf der Jagd.“
oder auch:
„…die anderen schauen strickt nach vorn und achten tunlichts drauf nie wieder auf Seiten der Verlierer zu sein. Kein grund zur Angst vor der eigenen Geschichte, ist nur Geschichte und macht sich gut. Macht sich prächtig, ganz ausgezeichnet in jedem Lebenslauf. Wirklich kein Grund zur Angst.“(Die goldenen Zitronen – „6 gegen 60 Millionen“)
Auch von anderen Punkbands und HipHop Leuten gab es in den 90ern bis heute immer wieder Songs, die sich auf die RAF beziehen. Da geht es von Heldenverehrung (Wizo-“RAF“) bis zur konkreten Auseinandersetzungen mit dem Tod von Wolfgang Grams am 27.06.1993(Wizo-“Kopfschuss“, Dritte Wahl- „Bad K.“, Krombacher MC-“Manipulierte Informationen“ usw. – siehe http://badkleinen.sooderso.net/texte/musik.htm)

Wichtig ist, dass alle diese Umgangsweisen mit der Geschichte des bewaffneten Widerstands ihre Berechtigung haben und zeigt wie wichtig und notwendig es auch für die Bewusstseinsbildung der Subkulturen ist, dass sich MusikerInnen mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen. Es bleiben Tondokumente, die diese Geschichte spürbar und (vielleicht auch) nachvollziehbar machen.

Um die kulturelle Verankerung und den Einfluss der RAF auf die Subkulturen, nicht nur in der damaligen BRD hör- und spürbar zu machen, habe ich euch 70min. Songs und Toncollagen zusammengestellt:
BaaderMeinhofMuzak – Songs und Toncollagen zur Rote Armee Fraktion (RAF) – 70min.- Sampler:
http://meckiemessermuzak.blogsport.de/2007/10/10/baader-meinhof-muzak/

BONUSTRACKS zum Text:
Mittagspause – Der lange Weg nach Derendorf.mp3
Die goldenen Zitronen – 6 gegen 60 Millionen.mp3
Slime – Gerechtigkeit.mp3
WIZO – RAF.mp3

…und zur Erinnerung an einen weiteren „Geselbstmordeten“:
WIZO – Kopfschuss.mp3
Krombacher MC – Manipulierte Informationen.mp3
Dritte Wahl – Bad K..mp3

Dazu gehörende Informationen zum Tod von Wolfgang Grams:
http://www.nadir.org/nadir/archiv/Repression/bad_kleinen/

ANDERSLAUTERN – Schwerpunkt: Artikel und Dokumente gegen die herrschende Geschichtsschreibung zu ´77:
http://www.anderslautern.de/index.php?id=447

Autor:
MeckieMesserMuzak (DJ, http://meckiemessermuzak.blogsport.de/)

  • Gebrauchsanweisung zum kostenfreien Download bei Rapidshare:

    Mir wurde von verschiedener Seite angetragen, dass mit dem download nochmal zu erklären. Hier eine kleine Einführung:

    1. wenn ihr den RAPIDSHARE-Link gedrückt habt und die Seite erscheint runterscrollen und bei „bitte den Download-Typ wählen“ auf das FREE drücken.

    2. wieder runterscrollen, die angegebene „Download via“-Einstellung so belassen und wie aufgefordert die dargestellten vier Buchstaben in das darunterliegende Kästchen eintragen.

    WICHTIG: lasst euch nicht von dem darunterstehenden Tarifkasten irritieren (einfach ignorieren). Wenn ihr vorher alles richtig gemacht habt (d.h. den FREE-Kasten gedrückt habt) kannst du direkt mit dem Download beginnen, ohne was zu bezahlen.

    3. Den „Download via“-Knopf drücken, einen Platz auf der Festplatte angeben und runterladen.

    4. Der Download kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit einem bisken Geduld habt ihr es dann gepackt.

    Ciao
    MeckieMesserMuzak

    Greetz from Pyrosound!

    Wer unseren alten Mix noch mal laden möchte here we Go:
    http://rapidshare.com/files/61134299/PyroSound_-_Boom_Wah_Dis.mp3

    Auf Wunsch kann auch die Tracklist noch zugeschickt werden

    Viel Spaß damit

    Ansonsten schön immer unsere Page besuchen:

    wegen neuen Dates und Dubs(ganz neu Tippa Irie Special)

    www.myspace.com/pyrosound

    Greetz

    Milla und Makeem

    MyMuzak: The OldSkool Mix

    Hi, hier findet ihr nen älteren Mix von meinereiner:
    The OldSkool Mix
    that’s Dancehall, Reggae & HipHop at his best!!!

    Viel Spass beim hören und tanzen!!!

    Baader Meinhof Muzak

    Geschichtsstunde:
    Auch wenn ich normalerweile Reggae, Dancehall und Jungle auflege geht mein Horizont doch weiter darüber hinaus. Als jemand der u.a. mit so verschiedenen Styles wie natürlich Reggae, aber auch Punk, Krautrock etc. sozialisiert wurde, werde ich euch (hier im Netz) auch immer wieder andere Musiken vorstellen. Als erstes gibt es hier aktuelle Bezüge zum 30. Jahrestag des Todes von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe in Stammheim am 18.10.1977. Teilweise schwer verdauliche Songs und Tocollagen, die aber die damalige Zeit und die Auswirkungen des bewaffneten Kampfes der RAF aufzeigen.
    Um die kulturelle Verankerung und den Einfluss der RAF auf die Subkulturen, nicht nur in der damaligen BRD hör- und spürbar zu machen, habe ich euch 70min. Songs und Toncollagen zusammengestellt.

    Baader Meinhof Muzak
    Songs und Toncollagen zur Rote Armee Fraktion (RAF)

    1.Baader Meinhof – Baader Meinhof.mp3
    2.Baader Meinhof – Theme from ‚Burn Warehouse‘ Burn.mp3
    3.Schorch Kamerun feat. Universal Gonzales – Menschenjäger.mp3
    4.herold-kampfaufgeben.mp3
    5.Abwärts – Computerstaat.mp3
    6.Eno-Snatch – RAF.mp3
    7.chumbawamba – ulrike.mp3
    8.Ammer-Einheit – Ulrike Meinhof Paradise, Vorspiel, Die Fuenfte.mp3
    9.Ammer-Einheit – I. Akt, 02.07.1967, Fernsehen.mp3
    10.Ammer-Einheit – II. Akt, 14.05.1970.mp3
    11.Ammer-Einheit – III. Akt, 08.05.1976.mp3
    12.Ammer-Einheit – IV. Akt, 18.10.1977, Requiem.mp3
    13.chumbawamba – meinhof.mp3
    14.schmidt-zu stammheim.mp3
    15.syph – pure-freude(klammheimlich).mp3
    16.materialschlacht_bka.mp3
    17.daf – kinderzimmer.mp3
    18.mittagspause – 1979Deutschland.mp3
    19.Mekanik Destruektiv Kohmandoeh – Im Land Des Ewigen Krieges.mp3
    20.Hanns Eisler – Die Internationale.mp3

    Viel Spass beim downloaden und hören !!!

    hier downloaden: rapidshare.com/files/54954666/Baader_Meinhof_Muzak.zip
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    Zu den Downloads:
    SoliCD und Download widerspricht sich eigentlich, aber die Compilations für Mumia und auch die BaaderMeinhofMuzak-Zusammenstellungen können Möglichkeiten sein die SoliArbeit zu ergänzen.
    Mein Vorschlag: Wenn ihr meine Compilations meint für eure SoliArbeit gebrauchen zu können ladet euch diese runter, brennt sie auf CD’s und legt sie auf eure Büchertische und beschallt eure Veranstaltungen. Klar ist, dass die Kohle, die dadurch reinkommt an die Konten, der jeweiligen Projekte ( bei Mumia z.b. Anwaltskostenhilfe ) gehen sollte.
    Ausserdem wäre es nett, wenn ihr mir bescheid geben würdet wo und wie ihr die CD’s an die Menschen bringt od. bringen wollt und wie sie ankommen.

    Solidarität zur Waffe machen – Tanzen und Siegen!!!
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    weitere Kulturlinks:

    Songtexte mit RAF-Bezug:
    * badkleinen.sooderso.net/texte/musik.htm
    RAF und die Künstler:
    * badkleinen.sooderso.net/texte/kuenstler.htm
    Gerhard Richter:“October 18, 1977″, Museum of Modern Art, New York, USA
    www.gerhard-richter.com/art/results_painting.php
    www.moma.org/collection/browse_results.php

    MMM, anderslautern 09/07

    Zum Schwerpunkt ´77 auf anderslautern:
    http://www.anderslautern.de/index.php?id=447

    look at this campagne:
    18oktober
    „18oktober“

    FREE MUMIA and the rest will follow!!!

    Download Soli-CD 4 MUMIA ABU JAMAL!!!

    MumiaCDfront01

    Songlist:
    1.Mumia Abu Jamal – This is…
    2.The Unbound Allstars – Mumia 911
    3.Rotes Haus feat. Darnell Summers – Move for Mumia
    4.Saul Williams – Freestyle
    5.KRS One feat. Channel Live – Free Mumia
    6.Rap Anarchists – Penintentiary Breaks II
    7.DJ Green Lantern feat. Immortal Techniques & Dead Prez – Impeach the president
    8.Kanye West – George Bush doesn‘t care about black people
    9.The Coup feat. Dead Prez – Get up
    10.Public Enemy feat. Paris – Can‘t hold us back
    11.The STOP Movement – Dear Mr. President
    12.J Boogie – You‘re murdera
    13.Damian ‚Junior Gong‘ Marley – More Justice
    14.Natty Remo feat. Jah Breeze – Wrong Babylon
    15.??? – Any type war
    16.Esthetics of Resistance – Free Mumia (and the rest will follow)
    17.Nex Millen – Mumia speeches
    18.Raggabund – Ganjatherapie

    Free Mumia and the rest will follow
    Revolutionary HipHop & Dancehall Selection (compiled by Meckie MesserMuzak)

    Download: http://rapidshare.com/files/62286254/Free_Mumia_and_the_rest_will_follow.zip

    BONUSTRACKS:
    Chrystal Method feat. Mumia – AmeriKKKan Way.mp3
    http://rapidshare.com/files/64358578/Chrystal_Method_feat._Mumia__-_AmeriKKKan_Way.mp3

    Atzlan Underground feat.Ward Churchill – Real AmeriKKKan History Mixdown.mp3
    http://rapidshare.com/files/64358309/Atzlan_Underground_feat._Ward_churchill_-_real_amerikkan_history_mixdown.mp3

    Psycic TV feat. Jello Biafra – Defiance Pledge mix.mp3
    http://rapidshare.com/files/64357534/Psycic_TV_feat._Jello_Biafra_-_defiance_pledge_mix.mp3

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    Wer ist Mumia Abu-Jamal?

    Mumia Abu-Jamal ist ein schwarzer politischer Gefangener im US-Todestrakt, aber nicht nur das. Er ist „Journalist, Ehe-mann, Vater, […] politischer Aktivist, Revolutionär und Humanist“ (Assata Shakur), der vor fast 25 Jahren in einem rassistischen Prozess zum Tode verurteilt wurde.

    Ein kleiner Rückblick
    Das politische und gesellschaftliche Wirken des Journalisten und ehemaligen Black Panther war der Polizei lange ein Dorn im Auge, denn Mumia war bekannt dafür, dass er als „Stimme der Stimmlosen“ und Kritiker von Polizeiübergriffen auftrat.

    So auch am 9. Dezember 1981: Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde der Fahrer des angehaltenen Wagens Billy Cook, Mumias Bruder, von dem Polizeibeamten Faulkner zum Aussteigen aufgefordert und kontrolliert. Officer Faulkner schlug im Zuge dessen mit einer Stabtaschenlampe auf den Kopf Cooks. Diese Auseinandersetzung wurde von Mumia Abu Jamal beobachtet, der zufällig in seinem Taxi am Vorfallort vorbeikam. Mumia hielt an und rannte auf den Polizeibeamten und seinen Bruder zu. Der weitere Hergang ist unklar. Fest steht, dass Officer Faulkner von einem Schuss in den Rücken getroffen wurde und danach einen Kopfschuss ins Gesicht erhielt, an welchem er kurze Zeit nach dem Vorfall starb.
    Mumia selbst wurde von Polizisten in die Brust geschossen und schwer verletzt.

    In der Folge wurde dem in Polizeikreisen bekannten und nicht gerade geliebten Mumia Abu Jamal ein Mord angehängt. Das Verfahren wurde vom rassistischen Richter Sabo, einem früherem Sheriff sowie Mitglied der Polizeigewerkschaft „Fraternal Order of Police“ geleitet. Ihm zur Seite stand eine „weiße“ Jury. 1982 folgte das Urteil der Geschworenen: Todesstrafe.

    Wie Mumia Abu-Jamals WahlverteidigerInnen, die ihn seit 1992 vertreten, nachgewiesen haben war dieses Urteil nur möglich, weil die Polizei belastende Aussagen erpresst hatte.

    Von Anfang an waren RichterInnen, StaatsanwältInnenschaft, Polizei und Bürgermeister Rizzo von der Schuld Mumias „überzeugt“. Obwohl die AnwältInnen mittlerweile alle „Beweise“ für seine Schuld widerlegt haben, war es bis heute nicht möglich seine Freilassung zu erreichen. Mit dem nun gefassten Entscheid des Bundesgerichts zur Aussetzung der Hinrichtung ist die Chance auf die Wiederaufnahme des Verfahrens gestiegen. Aber auch weiterhin wird viel vom weltweiten Widerstand gegen die Todesstrafe und für die Freiheit Mumias abhängen.

    Der Widerstand gegen das manipulierte Verfahren und für die Freiheit Mumias Abu Jamals hat mittlerweile für großes Aufsehen gesorgt und Mumia weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Der internationale Protest von Außen dringt in die Mauern ein und die Isolation in der Zelle wird immer wieder ein Stück weit durchbrochen.
    Doch wer ist der Mann mit den Dreadlocks, der ruhigen und warmen Stimme, die durch nichts aus der Ruhe zu bringen scheint, wirklich? Was hat ihm den Hass des Establishments, der herrschenden Klasse und der Pigs, wie sie in den 60er bezeichnet wurden, eingebracht? Und was erfüllt Mumia Abu-Jamal auch nach über 20 Jahren hinter Gittern heute immer noch mit Leben?

    Mumia’s Geschichte :
    Seit Ende der siebziger Jahre hat Mumia Abu Jamal in Philadelphia als Radiojournalist gearbeitet. Er machte sich einen Namen als unerbittlicher Kritiker der Stadtpolizei von Philadelphia, deren rassistische und brutale Übergriffe gegen Afroamerikaner und andere ethnische Minderheiten er immer wieder öffentlich scharf verurteilte. Er wurde zum Präsidenten der Association of Black Journalists in Philadelphia gewählt, ist mit Peabody Award für besondere journalistische Leistungen ausgezeichnet worden und wurde von der Presse als „the voice of the voiceless“ (Die Stimme derjenigen, die sich kein Gehör verschaffen können) bezeichnet.
    Mumia Abu Jamal (Geburtsname Wesley Cook) wurde im April 1954 geboren. Im Alter von 14 Jahren nahm er an einer Protestdemonstration gegen den damaligen rassistischen Gouverneur von Alabama und Präsidentschaftskandidaten der Republikaner George Wallace teil. Er wurde von der Polizei misshandelt und in Haft genommen. Diese Erfahrung brachte ihn zur Black Panther Party. Ein Jahr später gründete er mit politischen Gesinnungsgenossen den Ortsverein der Black Panthers in Philadelphia und avancierte zu dessen Pressesprecher.
    Später wurde er in die Redaktion der Parteizeitung nach Oklahoma berufen. Wegen dieser politischen Aktivitäten setzte das FBI Mumia Abu Jamal im Jahre 1970 auf den politischen Sicherheitsindex und begann damit, Mumia zu beschatten und alle seine Aktivitäten zu überwachen. Bis zu seiner Verhaftung im Dezember 1981 wegen des angeblichen Polizistenmordes war Mumia nicht nur nicht vorbestraft, sondern trotz der ständigen Überwachung durch das FBI hatte man ihn nicht ein einziges Mal einer ungesetzlichen Handlung beschuldigen können. Aus seiner Akte beim FBI geht hervor, dass das FBI schon einmal versucht hatte, Mumia einen Mord anzuhängen, aber diese Sache wurde nicht weiter verfolgt, weil Mumia ein stichfestes Alibi nachweisen konnte.
    Diese Versuche des FBI sind im Rahmen seines Counter Intelligence Programms (Verfassungsschutzprogramm) zu sehen. Dieses Programm wurde von dem Direktor des FBI, Edgar Hoover, am 25. August 1967 zur Eliminierung der systemkritischen radikalen Opposition in den Vereinigten Staaten eingeführt, insbesondere der Black Panther Party und aller Gruppierungen oder Einzelpersonen, die das FBI als linksradikal einstufte. Das Programm umfasste solche Maßnahmen wie Mordanklagen mit gefälschten Beweismitteln, Herbeiführung von „Verkehrsunfällen“ und sogar Morde in staatlichem Auftrag. In den ersten drei Jahren des CoIntelPro des FBI wurden 31 Führer der Black Panther durch die Polizei getötet und über tausend inhaftiert.

    Warum diese Soli-CD ?
    Weil Mumia, sein Leben und sein „Fall“ uns wichtig ist. Es geht um das Leben eines Menschen der sein Leben lang gegen Rassismus und Krieg – für Freiheit und Gerechtigkeit kämpft. Ob früher draussen auf der Strasse und in Redaktionsbüros, ob mit dem was er heute zu schreiben und zu sagen hat.
    Einige von uns sammeln schon seit gut 15 Jahren Unterschriften, verteilen Informationen, organisieren Veranstaltungen, beteiligten sich an Demonstrationen und Soli-Projekten. Und wir alle wollen diesen Kampf für Mumias Leben gewinnen.
    Um auf der gerichtlichen Ebene voran zu kommen, braucht Mumia Geld für Anwälte und da Menschen die konsequent für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen keine superreichen Sponsoren finden, ist es an uns, wie an vielen anderen Kohle zu sammeln, damit Mumia eine Chance hat. Deshalb geht der Erlös der CD vollständig an MUMIA, seine Anwälte usw..
    Weitere Info’s auch zum momentanen Stand des Verfahrens und der internationalen Soliarbeit für Mumia in folgenden Links:

    http://www.beatclub-kl.de/index.php?id=mumia
    http://www.das-mumia-hoerbuch.de
    http://www.freiheitfuermumia.de/
    http://www.labournet.de/solidaritaet/mumia/index.html
    http://www.stimmenfuermumia.de/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Mumia_Abu-Jamal
    http://www.mumia.org/freedom.now/
    http://www.jungewelt.de/archiv/index.php?search=Suchen&and=mumia&x=1&y=2
    http://www.nadir.org/nadir/aktuell/schwerpunkte/mumia.html

    Zu den Downloads:
    SoliCD und Download widerspricht sich eigentlich, aber die Compilations für Mumia und auch die BaaderMeinhofMuzak-Zusammenstellungen können Möglichkeiten sein die SoliArbeit zu ergänzen.
    Mein Vorschlag: Wenn ihr meine Compilations meint für eure SoliArbeit gebrauchen zu können ladet euch diese runter, brennt sie auf CD’s und legt sie auf eure Büchertische und beschallt eure Veranstaltungen. Klar ist, dass die Kohle, die dadurch reinkommt an die Konten, der jeweiligen Projekte ( bei Mumia z.b. Anwaltskostenhilfe ) gehen sollte.
    Ausserdem wäre es nett, wenn ihr mir bescheid geben würdet wo und wie ihr die CD’s an die Menschen bringt od. bringen wollt und wie sie ankommen.

    Solidarität zur Waffe machen – Tanzen und Siegen!!!

    Interview mit der BEATCLUB-Crew

    Den Beatclub (inkl. des Vorläufers DubHouseDisco) gibt es jetzt seit fast 12 Jahren. Über diese Zeit hat sich eine Crew an Veranstaltern gefunden, die mit Recht für sich beanspruchen kann, eine Institution in der Dancemusic-Szene geschaffen zu haben, die es in Kaiserslautern kein zweites Mal gibt. Im Beatclub liegt die Wurzel und wahrscheinlich auch die Zukunft der Clubkultur in KL.

    Das was den Beatclub darüberhinaus auszeichnet ist, über die Vorreiterrolle hinaus, dass sie mit dem Party machen und organisieren auch einen kollektiven und politischen Anspruch verbinden, der sich in der Art der Organisation und der öffentlichen Aussendarstellung widerspiegelt. Unbeeindruckt von gesponserter, ge“hype“ter aber inhaltsloser Musikbeschallung für Möchtegern-Yuppies und Pulvernasen gibt es noch einiges Anderes. Der Beatclub zeigt, dass mensch sich weder verkaufen und/oder von seinen Idealen abrücken muss, um populär und erfolgreich, über Jahre hinaus klassse Partys zu organisieren und zu feiern.

    Also, alles in allem gelebte AndersKultur.

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    DAS INTERVIEW:

    ANDERSLAUTERN:
    sagt mal kurz was zu eurer motivation und geschichte seit über10 Jahren regelmässig beatclub-partys zu organisieren und zu gestalten? wie hat sich der beatclub in den letzten jahren verändert?

    Meckie Messer Muzak (MMM):
    Das Erste was mir dazu einfällt ist das simpelste: Party zu feiern, in einem Rahmen und Umfeld das Spass macht, mit der Musik, die einem reingeht. So simpel das ist, so schwierig ist das auch. In öffentlichen Räumen – ob die nun von der Stadt od. irgendwelchen anderen öffentlichen Trägen gestellt werden – ist das oft mit grossen Restriktionen verbunden. In kommerziellen Läden, kostet allein der Eintritt und der notwendige Konsum von Flüssigkeiten soviel, dass mensch sich das teilweise gar nicht leisten kann. Kurz und Gut: der Kramladen war in dieser Hinsicht, dass beste was uns passieren konnte. Achim und ich hatten vorher mit einigen anderen Leuten versucht, Mitstreiter für ein selbstverwaltetes Zentrum in KL zu finden, und öffentlich die Notwendigkeit für ein solches aufzuzeigen. Ergebnis dieser Aktionen war, dass wir von vielen Leuten mitbekamen, dass sowas schon gerne angenommen würde. Was dafür zu tun, war aber dann doch die Sache der Wenigsten. Unserer Weisheit letzter Schluss war es dann eine Partylocation anzubieten, in der selbstbestimmtes Feiern möglich war, außerhalb von Kommerzkultur und Entpolitisierung. Daraus kommt das, was heute BEATCLUB heisst.

    fabzze:
    Ich bin erst seit knapp 5 Jahren beim beatclub dabei. Hab die Leute über ein paar andere Veranstaltungen kennengelernt und bin dann nach und nach eingestiegen. Am Anfang stand vor allem das Cocktailmischen und natürlich auch trinken ;-) im Vordergrund. Und am Partys organisieren hatte ich schon immer Spaß.

    In den letzten Jahren hat sich der beatclub ziemlich gut eingespielt, das meiste läuft fast von allein, aber das Wochenende ist doch komplett verbucht. Das letzte Jahr verlief, nach einer halbjährigen Flaute, wieder super, viele Leute, super Stimmung und fleißig Cocktails mixen. So bleibt auch die Motivation, mit dem beatclub die nächsten Jahre weiterzumachen.

    Achim:
    Seit meinen Schülerzeiten hab ich immer schon gerne Partys organisiert und öfters auf privaten Feten Musik aufgelegt. Dazu kam Anfang der 90er Jahre über die Kuba-Solidarität das Interesse am Cocktail-Mixen dazu. Zusammen mit Carsten, der sich bereits einen breiten Grundstock an Dub und anderen elektronischen Geschichten angelegt hatte, reifte dann die Idee für eine regelmäßige Party im Kramladen der UNI Kaiserslautern. Vor fast 12 Jahren, am 14.12.1995 stieg zum ersten Mal der Beatclub, damals noch unter dem Titel „Dub-House-Disco“.
    Parallel dazu organisierten wir über den damaligen AStA einige Schul- und Vorlesungs-Schwänzer-Partys, die bereits vormittags begannen.

    Außerdem war der Beatclub von Anfang an als nichtkommerzielles Projekt gedacht, um DJs aus dem Bereich elektronischer Musik ein Forum außerhalb der „etablierten“ Clubkultur zu bieten. Im Verlauf der Jahre wandelten sich die musikalischen Schwerpunkte von House und Dub über Big-Beat zu Breakbeats (Jungle/Drum` n` bass) und Dancehall/Raggae/Ragga. Aufgrund dieser Entwicklung haben wir die Dub-House-Disco im Jahre 1997 in Beatclub umbenannt.

    Fester Bestandteil ist von Anfang an auch die cubanische Cocktailbar der „Tupac Amaru Crew“. Darüberhinaus gab und gibt es Informationen und Solidaritätsaktionen zu aktuellen politischen Themen (Antimilitarismus, Antirassismus, soziale Bewegungen).

    MMM:
    Mit der Mumia Soliparty Ende letzten Jahres, die wirklich Klasse war, auch mit der Veranstaltung zum Widerstand innerhalb der US-Armee davor, ist das politische Element wieder zurückgekehrt, was lange so nicht mehr greifbar war. Auch erinnert gerade die DANCEHALL&REGGAE NIGHT, allein schon durch die Verjüngung des Publikums an die Feten in Autonomen Zentren. Auch wenn sich im BEATCLUB kein organisiertes und politisiertes Publikum sammelt, ist das Freiheitsgefühl und die Lust auf das ANDERE, was ja wohl auch so im Namen der ANDERSLAUTERN-Website steht greifbar. Im Gegensatz zu manchen Jahren in der BEATCLUB-Geschichte, macht’s im Moment richtig viel Spass, und es wäre Schade, wenn diese Geschichte nicht so weitergeht. Besser wäre natürlich ein Selbstverwaltetes Zentrum. Wenn sich wieder Menschen aufmachen FREIRÄUME zu erstreiten sind wir dabei bzw. würden sofort umziehen.

    ANDERSLAUTERN:
    wie macht ihr das mit der kohle, so eine party zu organisieren kostet ja auch zeit und geld?

    Achim:
    Bei uns wird alles in einen Topf geschmissen und dann unter den Beteiligten aufgeteilt, egal ob Du an der Bar, an der Kasse oder als DJ dabei bist. Und im Vorfeld werden noch Flyer verteilt und plakatiert, was schon einige Zeit in Anspruch nimmt.

    fabzze:
    Der beatclub kennt keine „Chefs“ für die die Leute arbeiten und die sich den meisten Teil der Kohle abzapfen. Bei uns gibt es für alle die Abends dabei sind, die gleiche Kohle, egal ob Kasse, DJ´s oder Theke. Wer sich die Zeit noch mit Aufbauen oder Putzen vertreibt, bekommt noch ein wenig obendrauf, die Leute hatten dann ja auch mehr Zeitaufwand. Der beatclub arbeitet aber nicht darauf hin, möglichst viel Gewinn zu machen. Ich hoffe, das merkt man an unseren Eintritts- und Getränkepreisen.

    MMM:
    Das was an den Partys reinkommt, entspricht den Mühen der Vorbereitung und der damit verbundenen Arbeitszeit in keinster Weise. Das wir´s trotzdem machen zeigt ja schon wieviel Spass es auf der anderen Seite auch macht. Vielleicht müssen wir deshalb demnäxt mit den Preisen ein kleines Stück hochgehen, um bei nicht so gut besuchten Partys, die Leute nicht so billig abspeisen zu müssen.


    ANDERSLAUTERN:

    es gibt mit sicherheit auch mal schwierigkeiten, z.b. wenn nicht genug leute kommen od. jemand von euch ausfällt. wie geht ihr damit um?

    MMM:
    Wenn die Party nicht ausreichend besucht wird gehen alle nur mit ’nem Taschengeld nachhause. Selbst die DJ’s, MC’s bzw. Soundsystems kommen dann gerade mal auf ein bisken mehr, als auf ihre Fahrtkosten. Da wir die Kohle auf alle verteilen, die an so nem Abend mitarbeiten, sind für die Musikmacher keine festen Gagen möglich. Da ist es schon klasse, dass trotzdem so viele Freude von außerhalb kommen, um mit uns Party zu machen.


    Achim:

    Es kam immer mal wieder vor, dass weniger Besucher kamen als erwartet. Klar, dann kann sich so eine Nacht ganz schön ziehen. Aber inzwischen läuft es wieder gut, was auch bestimmt an unserer Homepage www.beatclub-kl.de liegt! Und wenn jemand unerwartet ausfällt, dann hilft von der Kasse oder von den DJs mal jemand an der Theke mit. Manchmal haben auch schon Besucher mit etwas Cocktailerfahrung spontan mitgeholfen.

    fabzze:
    Wenn nicht genug Leute kommen ist es vor allem schade, weil die Party nicht so gut wird und wir uns hinter der Theke langweilen müssen ;-) . Ansonsten haben wir meist ein paar FreundInnen, die halbwegs spontan noch einspringen können, falls doch mal jemand fehlt. Und wenn nicht, habt ein wenig Nachsicht, wenn es beim Bedienen nicht ganz so schnell geht.

    MMM:
    Bei den Musikmachern ist das nicht so wild. Notfalls bestreitet Mensch so nen Abend, dann zu zweit, was zwar gerade auch körperlich anstrengend ist, aber doch meistens ohne großen Qualitätsverlust klappt.

    ANDERSLAUTERN:
    habt ihr ne vorstellung ob und wie das mit dem beatclub weitergeht? können sich bei euch auch neue leute einbringen?

    Achim:
    Es wäre schon gut, wenn sich mehrere Leute sowohl bei der Vorbereitung (Flyer verteilen, Aufbau), während der Party an der Cockailbar und auch beim Putzen am Tag danach engagieren würden.

    MMM:
    Wie oben schon erwähnt haben wir schon ab und zu nen Arbeitskräftemangel. Wenn wir mehr Leute hätten, die sich hinter die Theke stellen oder Kasse machen würde das Einiges leichter machen. Am Besten wär´s natürlich, wenn das nicht jedesmal wechselt, sondern ein fester Stamm von Leuten verlässlich zusagt z.B. Theke zu machen. Die müssen ja auch angelernt werden, da ein mehr an Leuten ja nicht nicht automatisch heisst, dass es schneller geht.

    fabzze:
    Bei ein paar von uns hat sich in den letzten Jahren das andere Leben stärker gewandelt, so daß es manchmal schwierig wird, sich ein ganzes Wochenende für einen beatclub freizuschaufeln. Von dem her freuen wir uns immer über Leute, die uns unterstützen und bei uns mitmachen wollen. Vielleicht ist in manchen Bereichen auch mal ein Generationswechsel fällig… ;-)

    ANDERSLAUTERN:
    gibt es schon besondere planungen für die zukunft?

    MMM:
    Der Mai-Beatclub soll ein Soli-BEATCLUB für die G8-Mobilisierung werden. Wir wollen dadurch in erster Linie auf den Widerstand gegen das G8-Treffen im Juni in Heiligendamm/Meckpomm aufmerksam machen und Leute dazu mobilisieren sich damit Auseinander zu setzen, dass sich diesmal hier in Deutschland die Politiker treffe, die meinen über Krieg und Frieden, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt bestimmen zu können. Dort werden mindestens Hunderttausend Menschen aus aller Welt hinfahren um den „Allmächtigen“ die Meinung zu geigen. Das Geld, was an dem Abend reinkommt, soll an Leute gehen, die hochfahren wollen bzw. an Rechtshilfefonds, die Leute unterstützen, die dort von den Bullen abgegriffen werden, und nachher Verfahren am Hals haben.

    So wie es im Moment aussieht, gehen wir im Juni mit ner RaggaJungle Night in die Sommerpause. Das könnte ne Verbindung schaffen zwischen der Reggae & Dancehall Szene und den Drum & Bass Headz. Also was für ALLE, die zu uns kommen, um richtig gut Party zu machen.

    ANDERSLAUTERN:
    habt ihr auf diesem weg noch was, was ihr den partypeoples sagen wollt?

    MMM:
    Yo, haltet euch frisch .Party feiern und Leben genießen widerspricht sich nicht mit Engagement und Kreativität. Es wäre schön, wenn wir in Lautern nicht die einzigen bleiben, die mit Kollektivität und Spirit Partys und andere Möglichkeiten zusammen zu kommen organisieren. AndersKultur ist Machbar. Wenn der Beatclub irgendwann mal Geschichte sein wird (, auch wenns im Moment nicht so aussieht), hoffe ich, dass es genug Inspirierte gibt, die mindestens genauso klasse Partys machen und organisieren werden.

    Stay rude, stay Rebel !!!

    fabzze:
    Macht weiter so, fette Partys und super Stimmung und…

    benutzt die Toiletten, wenn ihr noch könnt! ;-)

    Achim:

    Keep on movin`, haltet den Dancefloor weiter so in Schwung:

    Fight for your right to party! party for your right to fight!

    anderslautern, 05/07




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