Archiv für Dezember 2007

Musik, Politik & Freiräume: Rhythms of Change

Internationaler Aufruf von MusikerInnen für kulturelle Freiräume fernab des Mainstreams.
„Ihre wirkliche Stärke eröffnen die Energien durchtanzter Nächte erst dann, wenn sie sich im Reality-Remix des Alltags als Engagement für eine konsequente Veränderung entfalten.“

Den Aufruf „Rhythms of Change – Music, Mind and Politics“ haben inzwischen rund vierzig MusikerInnen bzw. Bands unterzeichnet, die fast durchgängig in ihren Bereichen eine wegweisende Rolle einnehmen. Verbindend ist dabei über alle stilistischen Grenzen hinweg ein idealistischer Ansatz, der sich klar vom kulturellen Mainstream abgrenzt und sich für ein engagiertes Handeln einsetzt. Beschrieben wird die Notwendigkeit kultureller Freiräume, die von von „selbstbestimmter Kreativität und solidarischer Verantwortung“ gekennzeichnet sind.

Unterzeichnet haben unter anderem (Ex-)Mitglieder der Bands MC5, Ton Steine Scherben, Crass, Dead Kennedys und Asian Dub Foundation, sowie der Techno-Projeke Underground Resistance & Spiral Tribe. Daneben so unterschiedliche MusikerIinnen wie zum Beispiel der Free-Jazz-Saxophonist Peter Brötzmann, die Country-Musikerin Rattlesnake Annie, der Industrial-Percussionist Z‘ev, der HipHop-Künstler Telephone Jim Jesus und die Agit-Pop-Gruppe Chumbawamba.

Das Manifest ist hier direkt im Anschluss zu finden, sowie in der englisch- und der deutschsprachigen Fassung mit einer verlinkten Liste der UnterzeichnerInnen online unter:

http://www.sterneck.net/manifest

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RHYTHMEN DER VERÄNDERUNG

Manifest zu ’Music, Mind & Politics’

Fernab der weichgespülten TV-Shows sind noch immer schräge Rhythmen und Breaks zu hören, die sich nicht übertönen lassen. Es ist fast egal auf welche Musikkultur man blickt oder in welcher Stadt man sich gerade bewegt. Wer hinter die Fassaden schaut, der wird im Underground immer wieder auf Projekte stoßen, die sich der kulturellen Gleichschaltung widersetzen und versuchen neue Wege zu gehen.

Die Rhythmen sind zum Teil unterschiedlich aufgebaut und die Texte variieren in ihren Bildern, doch in ihren grundlegenden Messages gleichen sie sich. Beständig geht es um Freiräume in denen zumindest ansatzweise ein anderes Leben möglich ist. Freiräume, die geprägt sind von selbstbestimmter Kreativität und solidarischer Verantwortung.

Eine Party oder eine Session, ein Konzert oder ein Festival kann im Idealfall ein solcher Freiraum sein. Dabei ist es notwendig immer wieder die Strukturen des Konsums und der Kommerzialisierung aufzubrechen. Keine konforme Fixierung auf Stars und Trends, sondern die gemeinschaftliche Entfaltung im Flow einer Nacht.

Wer jedoch die Erfahrung der anderen Wirklichkeit nur auf den Dancefloors und den Konzertbühnen sucht, der begibt sich schnell in eine Sackgasse. Im Zeitalter ökologischer Zerstörung, globalisierter Ausbeutung und religiösem Fanatismus kann sich niemand in seine eigenen Welten zurückziehen. Letztlich geht es darum, die gesellschaftlichen Verhältnisse zum Tanzen zu bringen. Ihre wirkliche Stärke eröffnen die Energien durchtanzter Nächte erst dann, wenn sie sich im Reality-Remix des Alltags als Engagement für eine konsequente Veränderung entfalten.

Hack Reality – Dance for Change!

UnterzeichnerInnen:

Babu Dinkins (Underground Resistance; Detroit),
Chumbawamba (Leeds),
Conni Maly (Lava303 / Playground; Frankfurt),
Dallas Swendeman (Moontribe; Los Angeles),
Dick Lucas (Subhumans, Citizen Fish; Bath),
Dirk Ivens (Dive / Sonar / Klinik; Belgium),
Eule (Fusion-Festival / U.Site; Lärz),
Eve Libertine (Dial House / Ex- Crass; Epping),
Fermin Muguruza (Afro-Basque Fire Brigade; Irun),
Gerry Hannah (Subhumans; Vancouver),
Grup Yorum (Istanbul),
Ian MacKaye, (Fugazi / Ex- Minor Threat; Washington),
Jarboe – (Ex- Swans; New York)
Jet Moon (Queer Mutiny; London),
John Sinclair (Ex- MC5; Amsterdam),
Jost Gebers (Free Music Production; Borken),
Klaus Flouride (Dead Kennedys; San Francisco),
Louis Fleischauer (Aesthetic Meat Foundation; California),
Luix Saldana (Consejo de Visiones; Nierika),
Maggie Nicols (Ex- Feminist Improvising Group; London),
Martin Paul (Ton Steine Scherben Family),
Massimo & Pierce (Black Sun Productions; Zürich),
Milan Markovic (Stani Pani Kolektiv; Belgrade),
Not4Prophet (Ricanstruction Network; East Harlem),
Penny Rimbaud (Crass Agenda / Dial House; Epping),
Peter Brötzmann (Free Music Production; Wuppertal),
Rak Razam (ResisDance / Barrelfull of Monkeys; Melbourne),
Rattlesnake Annie (Nashville),
Stefan Knappe / BarakaH (Drone Records / Troum; Bremen),
Sun-J Tailor (Asian Dub Foundation; London),
Telephone Jim Jesus (Anticon / Restiform Bodies; Oakland),
The Ex (Amsterdam),
The Fire This Time (Indigenous Resistance; Toronto),
Unknown Writer (Underground Resistance; Detroit),
Wolfgang Sterneck (Connecta / KomistA; Frankfurt),
Yeastie Girlz (San Francisco),
Z‘ev (Rhythmajik; London),
69db / Sebastian Vaughan (Ex- Spiral Tribe / Network 23, France).

SKANDAL: Es gibt keinen Weihnachtsmann

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Kommando Sonne-nmilch – Es gibt keinen Weihnachtsmann.mp3

mehr über Gott und die Welt

R.I.P. : Karl-Heinz Stockhausen

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Karlheinz Stockhausen – Der elektrische Gott

Der bedeutendste deutsche Komponist der Nachkriegszeit ist tot: Elektronikpionier Karlheinz Stockhausen ist im Alter von 79 Jahren in seiner Künstlerheimat Kürten gestorben.

Miles Davis und Herbie Hancock ließen sich von Stockhausens Klängen zu ihren eigenen elektronischen Experimenten inspirieren. Die Beatles verewigten Stockhausen als Figur auf dem Cover ihres Albums „Sgt. Pepper“, Frank Zappa, Pink Floyd und Can nannten ihn als Vorbild. Und auch jüngere Experimentalisten wie Sonic Youth, Björk oder die Produzenten des Techno beziehen sich auf ihn.
Der ganze Artikel: www.sueddeutsche.de

Längerer Text über K-H Stockhausens Wirken u. Einfluss

Stockhausen’s official website

Stockhausen’s Muzak:
stockhausen – gesang.mp3
stockhausen – 2 couples 1.mp3
stockhausen – mixtur.mp3

Santa Ghetto – X-Mastime in Palestine

santaghetto.jpg

Bansky, Blu, Erica il cane und andere europäische und palestinensische Künstler treffen sich in Bethlehem zu dieser ungewöhnlichen kollektiven Ausstellung.

Look @ santasghetto.com

More Banksby and other StreetArt:
Anderslautern – Schwerpunkt Dez.

Schäuble verteidigt Folterlager

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat am Wochenende am Rande einer Konferenz zum Thema Terror- bekämpfung gesagt: „Diejenigen, die sagen, Guantanamo ist nicht die richtige Lösung, müssen auch bereit sein, darüber nachzudenken, was die bessere Lösung ist, denn allein mit der Kritik ist kein Problem gelöst.“ Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, hat für die kommende Woche eine Debatte im Innenausschuss des Bundestags zu Schäubles Äußerungen beantragt. „Wer sich so äußert wie Schäuble, der lässt kaum einen Zweifel daran, dass er Guantanamo zumindest für einen legitimen Versuch hält, den Terror zu bekämpfen“, so Jelpke.Solch ein Innenminister, der Rechtsstaatliche Prinzipien vor den Augen der Weltöffentlichkeit in Frage stellt disqualifiziert sich daher seines Amtes. Die Absicht des Ministers sei es wohl, die internationale „Zusammenarbeit“ der Geheimdienste nicht zu gefährden. Ulla Jelpke: „Dafür geht er über Folteropfer.“

Die Äußerungen nochmal im Wortlaut:

Eines unserer besten Kabarettisten hat einen Vorschlag zur Güte:

Quellen:
links-im-sueden.blogspot.com
blog.pantoffelpunk.de




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