Archiv für April 2009

16.05.: LAST BEATCLUB@Kramladen!!!

…aber Beatclub geht auch ohne Kramladen

Vorweg eine Meldung des AStA der TU Kaiserslautern:

Kein beatclub mehr im Kramladen

Nach monatelangen Streitereien, Diskussionen und Differenzen hat der AStA, in Persona Joscha Ernst und Stefanie Hademer, heute die Zusammenarbeit mit der beatclub-crew im Kramladen beendet. Vorerst wird es daher keine Reggae/Dancehall oder Drum‘n'Bass Veranstaltungen im Kramladen mehr geben. Der AStA bemüht sich derzeit schon um ein Ersatzangebot. Anregungen, Kritik oder Nachfragen können gerne im AStA oder über unser Kontaktformular < www.asta.uni-kl.de/kontaktformular.html > an uns gerichtet werden. (Website des AStA, 22.04.)

Wahr und Unwahr:
beatclub(red).jpgDer AStA der TU Kaiserslautern hat uns am Tag nach dem letzten Beatclub im März darüber in Kenntnis gesetzt, dass er uns den Vertrag über die Nutzung des Kramladens kündigen wollen. Kurz danach bekamen wir auch ein Schreiben mit einer fristlosen Kündigung ins Haus. Begründet wurde diese nicht etwa mit Verfehlungen, wie Nichteinhaltung der Regeln für die Kramladennutzung, sondern ungebührliches Verhalten und Rufschädigung.

Kurzum: Unsere öffentliche Kritik an dem Umgang des AStA mit dem Kramladen und uns sollte als Kündigungsgrund herhalten. Erst das Einschalten eines Rechtsanwalts und ein Schreiben an den AStA mit der Feststellung, daß der von ihnen angebrachte Kündigungsgrund keiner juristischen Prüfung standhält bot den studentischen Amtsträgern Einhalt.

Ergebnis: 16.05., LAST BEATCLUB @ KRAMLADEN

Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist, dass wir uns auf ein Angebot zur Güte durch den AStA eingelassen haben. Dieses Angebot sieht einen Verzicht unsererseits auf den letzten vertraglich festgelegten Termin am 06.06. vor. Dafür können wir den Mai-Beatclub noch veranstalten. Den Junitermin gerichtlich durchzudrücken wäre zwar möglich gewesen, aber niemand aus der Beatclub-Crew hat Lust und Nerven unter diesen Bedingungen zu arbeiten und Party zu machen.

Zum KRAMLADEN selbst:

Für uns, wie für viele Studierende, Menschen aus der Stadt war der Kramladen ein studentischer Freiraum, in dem Partys, Konzerte und andere Veranstaltungen ausserhalb des Mainstreams und ohne, die für öffentliche kommerzielle Veranstalter obligatorischen Maßregelungen stattfinden konnten. Gerade in einer Stadt die kein selbstverwaltetes Juz bzw. Kulturzentrum hat, eine Möglichkeit eigenständig Kultur zu gestalten und Selbstbestimmung auszuüben.

Eine Möglichkeit, die der aktuelle AStA sich und damit den Studierenden der TU KL genommen hat. Nach Aussagen in Zeitungsartikeln u. Gerüchten soll der Kramladen auch nicht mehr Kramladen heißen. Das ist erstmal nix schlimmes, doch steht dahinter scheinbar der Plan aus diesem Raum ein normales Veranstaltungslokal zu machen. Dazu sollen, durch die Anschaffung einer neuen Anlage, mal wieder im grösseren Umfang studentische Gelder verbraten werden. Was sich der AStA davon verspricht sollte dieser selbst erklären.

Tatsache ist: Der AStA hat einen Freiraum für nichtkommerzielle und freie Kultur zerstört. Nur die Hülle steht noch.

Das der AStA jetzt öffentlich nach Alternativen zum Beatclub sucht ist amüsant, aber auch bezeichnend für seine Mentalität und die Verhältnisse in der Stadt. Eine wirkliche Alternative kann es gar nicht geben, da der Kramladen als Freiraum zerstört wurde. Uns ist bewusst, daß es Veranstalter gibt, die sich daran nicht stören, denn dieser Kellerraum ist für Partys und Konzerte zumindest genauso gut nutzbar wie das Nirvana od. Underground etc.. Neue Veranstalter müssen sich nur darauf einstellen, dass sie mit dem AStA einen stinknormalen Inhaber eines Veranstaltunglokals vor sich haben. Willkür und selbstherrliches Verhalten im Umgang nicht ganz ausgeschlossen. Aber das kennt ja jede/r PartyorganisatorIn in KL auch von anderen Ladenbesitzern.

Noch ne Anmerkung: Das zum gleichen Zeitpunkt in dem die BEATCLUB-CREW als Veranstalter aus dem Kramladen rausgemobbt wurde, Konzerte mit Leuten wie Chaoze One und Egotronic über die Bühne gingen, zeigt wie austauschbar und nichtssagend Konzerte mit Künstlern aus dem Antifa-Umfeld sein können. Gerade wenn der AStA diese an politischen Initiativen der Stadt vorbeiorganisiert. Es geht nicht mehr um einen fortschrittlichen auf Freiraumgewinnung ausgerichteten Kulturbegriff, sondern um plakativ in den Raum gestellte Radikalität ohne Konsequenz. Nicht schlimm soweit, aber im Kern unsolidarisch und inkonsequent. Bezeichnend ist ausserdem, dass der AStA der TU die Gegenaktivitäten zum geplanten Nazi-Aufmarsch (wie im letzten Jahr) weder mitträgt noch mit seinem Namen (als Unterstützer) unterzeichnet.

Zu Uns: Wir machen weiter – mobil, unbestechlich, nichtkommerziell und frei. Achtet auf unsere Website und merkt euch trotzdem mal den 6.06. vor.

Fight for your right to party!!!

Beteiligt euch an den Gegenaktivitäten zum geplanten Naziaufmarsch am 2.Mai in Kaiserslautern u. Neustadt

Tipp: Nehmt die oben genannte Möglichkeit der Kritik am Verhalten des AStA wahr. Unter http://www.asta.uni-kl.de/kontaktformular.html könnt ihr dem AStA eure Meinung zu Absetzung des Beatclub mitteilen. Sofern es euch keine größere Mühe macht, lasst uns eine Kopie eures Schreibens zukommen (contact[ähd]beatclub-kl.de )

Eure Beatclub-Crew

beatclub16.05.jpg

THE PARTY:
drum‘n'bass night @ beatclub
Kramladen, UNI Kaiserslautern / Bau 46
16.05.2009 / 23:00 Uhr
Eintritt: 4,- EUR

Line Up:
BIOTECH (Flight Recordings / Saarbrücken)
LUUK (db sounddepartment / Köln)
MAN@ARMZ (Saarlouis)

hosted by:
STEPPSEN (Neunkirchen)
MC BUSTER (Saarbrücken)

visuals by:
OP-T-CAR

cocktails by:
TUPAC AMARU CREW

NATO Gipfel: I was in Strasbourg and all I get was this lousy CS Shell..

Der NATO Gipfel wird manchmal einfach zu negativ gesehen. Meiner Ansicht nach hatte er durchaus auch positive Seiten, mit Gebrauchswert, für die Vokü, karg dekorierte Infoläden, Kinderzimmer usw.:

stra�bourg.jpg

Quelle: trueten.de

NATO-Gipfel 2009 Nachbereitung: AL-After the Storm – Artikelsammlung mit vielen Fotos, Artikeln u. VorOrt-Berichten

No Nato: Krieg dem Krieg

Mobi-Video zu den Protesten gegen den NATO-Gipfel (1. bis 5. April 2009).
www.no-to-nato.de

Musik von Kurzer Prozess
www.kurzerprozess.org

Zum Download: Kurzer Prozess – Krieg dem Krieg.mp3

NEWs von den GipfelstürmerInnen:
- linksunten.indymedia.org/nonato2009 – Wichtige Quelle für ALLE die immer auf dem neuesten Stand bleiben wollen!!!
- Ausführliche Linkliste zum Gipfelsturm
- STATTZEITUNG aus Südbaden / NoNATO-Special – Weiteres gutes News-Angebot aus der Region




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