Archiv für September 2009

K‘Town More Fire – Freitag erste Veranstaltung

KL-morefire.gif Ab Ende September gibt es eine neue PartyReihe in KL. Nachdem der Beatclub aus dem Kramladen rausgeflogen ist und die Reggae&Dancehall-Partys namens „Yard Vibez“ im Nirvana gescheitert sind, gibt’s hiermit den nächsten Anlauf diesem mittlerweile in Kaiserslautern verankerten Teil der Muzak-Kultur einen neuen Raum zu erschliessen. Mit den Clubbesitzer des Black&White wurde vereinbart, daß am letzten Freitag eines Monats im Wechsel, jeweils eine Drum&Bass, bzw. eine Reggae&Dancehall Night dort stattfinden wird. Die Macher der K‘town More Fire-Partyreihe sind die ZeroZeroSoundbwoys (YardVibez) , sowie MeckieMesserMuzak und LuuK (Ex-Beatclub) und das Sound&Galerie in der Königstraße.

Wir beginnen am Fr, den 25.09.2009 ab 22Uhr mit der ersten Drum&Bass Night im Black&White. Am Start sein wird Dj Sykes (http://www.baesse.de) aus Mannheim, Monsieur Flip als Localact (http://www.hertzmusic.de), sowie der Initiator und Hauptorganisator vieler Drum&Bass Partys in Kaiserslautern Dj LuuK, sowie der weit über die Region bekannte MC Steppsen a.k.a. Step PB (http://www.myspace.com/dbsounddepartment), der schon im Beatclub so manche Party rockte. Zusätzlich sind, ebenfalls, wie zu Beatclub-Zeiten die VJ’s von OP-T-CAR mit ihren Beamern am Start. Mehr geboten wird einem selten.

Ende Oktober, genauer am Fr, den 30.10. gibt’s dann Reggae & Dancehall mit den ZeroZeroSoundbwoys aus Grünstadt und MeckieMesserMuzak als Localact. Zu Gast ist Mr. CORNADOOR (http://www.myspace.com/cornadoor), ein ambitionierter MC aus Bielefeld, der mittlerweile regelmässig mit seinen Aufnahmen die deutschen Reggae & Dancehall Charts stürmt und oft schon mit erlesenen Soundsystems auf der Bühne stand.

Hier nochmal zum mitschreiben:

* K‘town More Fire – The Drum&Bass Night
25.09.09, 22:00 Uhr
feat.:
DJ Sykes
LUUK
Monsieur Flip
MC: Steppsen

Eintritt: 4.- (22Uhr bis 23Uhr), danach 5.- Euro

* K‘town More Fire – Reggae&Dancehall Night
30.10.09, 22:00 Uhr
feat:
ZeroZero Soundbwoys ls. Mr. CORNADOOR
(http://www.myspace.com/cornadoor)
MeckieMesserMuzak

* Beide im Black&White, Kantstr.10, 67663 Kaiserslautern

Wegbeschreibung: Das Black&White (ehem. Cameo) liegt am Fuße des Betzenberg Stadions. Genau neben der ehem. Barbarossa und jetzt Getränkehandel Klein

Weitere Informationen @ http://www.myspace.com/ktownmorefire

mfg
Die K‘town More Fire-Crew

K‘TOWN MORE FIRE – THE D&B Jingle

….für die Party am Freitag, den 25.09. im Black&White:

Sykes & Steppsen – KTownMoreFire Minimix (sept.09).mp3

Look @ meckiemessermuzak.blogsport.de/2009/09/

KL: Haus des Jugendstrafrechts eröffnet

Sozialarbeiter wollen nicht mit Polizei und Staatsanwaltschaft unter einem Dach arbeiten

playmobilbulle.jpg
In Kaiserslautern gibt es neuerdings ein sogenanntes Haus des Jugendrechts. Solche Einrichtungen gibt es inzwischen in einer ganzen Reihe von Städten. In diesen Häusern soll laut rheinland-pfälzischer Polizei »eine intensivere Betreuung junger Straftäter durch die unmittelbare Vernetzung und kürzere Wege« möglich sein. Auch die Bearbeitung von Strafsachen werde vereinfacht. Das Modell sieht vor, daß Polizei, Staatsanwaltschaft und kommunale Jugendämter oder entsprechende Abteilungen unter einem Dach arbeiten. Es wird zur Zeit von zahlreichen Landesinnenministern gefördert.

Bei der Eröffnungszeremonie des »Hauses des Jugendrechts« am Montag nachmittag fehlten allerdings Vertreter des Jugendamtes. Sozialdezernent Joachim Färber lehnt das Projekt, das Innenminister Karl-Peter Bruch (SPD) der Kommune öffentlich aufgedrängt hatte, strikt ab. Färber ist oberster Vertreter der städtischen Jugendhilfe. Er sieht in den Einrichtungen eine »unzulässige Verquickung von Aufgaben der Sozialhilfe und der Strafverfolgungsbehörden«. Auch Datenschutzprobleme macht er geltend. Von der Landesregierung beauftragte Gutachter und Erfahrungberichte aus anderen Städten hätten die Vorteile der Häuser nicht überzeugend darlegen können. Laut Färber gibt es in Kaiserslautern auch gar keine Probleme mit der Bearbeitung von Strafverfahren gegen Jugendliche, die strukturelle Veränderungen notwendig machten. Weder in Stuttgart noch in Ludwigshafen, deren Häuser des Jugendrechts immer als positive Beispiele genannt würden, gebe es zudem Belege für einen Rückgang der Kriminalität. Aus seiner Sicht, so Färber gegenüber junge Welt, müßte das Modell, das keine zusätzlichen Stellen in der Jugendarbeit bringe, »Haus des Jugendstrafrechts« genannt werden. Auch der Jugendhilfe­ausschuß der Stadt hatte mehrheitlich gegen die Mitarbeit des Jugendamts bei dem Projekt entschieden.

Nun wird die Rolle des Jugendamts vom Arbeits-und Sozialpädagogischen Zentrum Kaiserslautern übernommen, das »Eingliederungsmaßnahmen durch Arbeit« anbietet. Neben deren Mitarbeitern sind auf zwei Etagen die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern, vertreten durch drei Dezernentinnen und Dezernenten mit eigener Geschäftsstelle, und 18 Polizeibeamte präsent.

Innenminister Bruch und sein Justizminister Heinz Georg Bamberger (SPD) ließen sich die Einweihungsfeier dennoch nicht nehmen. An der teilweise noch mit Baugerüsten versehenen Außenfassade war ein überdimensionales Werbetransparent der rheinland-pfälzischen Polizei angebracht. Dies machte noch einmal klar, wer dort Herr im Hause sein wird.

*Von Carsten Ondreka (jW, 23.09.2009)

RetteDeineFreiheit.de

Belege, Hintergründe, Erklärungen und „Beweise“ zu den einzelnen Szenen gibt es auf:
www.RetteDeineFreiheit.de
Neuigkeiten:
RetteDeineFreiheit.wordpress.com

„Rette Deine Freiheit“ ist KEINE Wahlwerbung und somit auch KEINE Wahlwerbung für die Piratenpartei. Ich bin weder Mitglied, noch habe ich diesen Kurzfilm für diese Partei gemacht. Es ist ein neutraler Film, der aufklären soll. Wer hieraus welche Schlüsse zieht ist jedem selbst überlassen.

T-Shirts mit dem passenden Logo gibt es nun auf: alexanderlehmann.spreadshirt.net/

„RetteDeineFreiheit“ ist eine Antwort auf die nicht nachvollziehbare Politik der Bundesregierung in Bezug auf die Internetsperren.

Entgegen allen Expertenmeinungen und der erfolgreichsten „Online-Petition“ in der Geschichte von Deutschland mit 134.014 Mitzeichnern, wird in Deutschland ein grundgesetzwidriges und dazu noch vollkommen sinnloses Gesetz verabschiedet.

Kritiker werden in der Diskussion diffamiert, haarsträubende und falsche Argumente gebetsmühlenartig wiederholt – von einer lebendigen und gesunden Demokratie keine Spur.

„Rette deine Freiheit“ ist keine Parteienwerbung sondern genau wie „Du bist Terrorist“, ein von mir privat finanzierter und in meiner Freizeit erstellter Kurzfilm.

Alle Personen und Personennamen in „RetteDeineFreiheit“ sind frei erfunden und haben keinen Bezug zur Realität. Mögliche Übereinstimmungen sind vollkommen zufällig und ungewollt. Jeglicher Schaden der hieraus entsteht ist ungewollt. Eine Haftung oder ein Schadensersatzanspruch kann nicht geltend gemacht werden.

Die Vorführung und Verbreitung von „RetteDeineFreiheit“ ist erlaubt und erwünscht, sofern damit keine kommerziellen Interessen verfolgt werden und das Video in seiner vollen Länge und unverändert abgespielt und gespeichert wird. Wenn sie das Projekt unterstützen möchten, würde ich mich sehr über eine Spende freuen. (Alexander Lehmann)

Es geht um Mumias Leben

Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober beginnenden Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen.

Daher geht es jetzt vor allem darum, starken politischen Druck zu erzeugen.

mumia-demopic.jpg

Die US-Solidaritätsbewegung versucht seit Monaten, die Obama Regierung zu einer Stellungnahme für Mumia zu bewegen. Im Juli wurde eine Petition an US-Justizminister Eric Holder übergeben, worin eine Untersuchung über den Rassismus in der Justiz exemplarisch an Mumias Fall gefordert wird. Dieser Antrag fand während der letzten Wochen immer stärkere Unterstützung, z.B. von der NAACP Hauptversammlung in New York, dem Vorsitzenden des NAACP in Boston oder auch dem der New Yorker Anwaltskammer. In den nächsten Tagen wird auch eine weitere Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama selbst erwartet.

Inzwischen reißt die, vom Berliner Mumiabündnis und der Rote Hilfe e.V. gemeinsam konzipierte Infotour nicht ab. Bisher war die Frequentierung der Veranstaltungen sehr unterschiedlich. Zwischen 80 und 7 war alles dabei. Aber selbst bei den kleinen Veranstaltungen kamen in den anschliessenden Diskussionen oft praktische Ideen heraus, für deren Umsetzung sich meistens sofort einige Leute fanden. Die Infotour geht unterdessen weiter (Termine @ http://mumia-hoerbuch.de/termine.htm)

Als Resultat der Mumia-Infotour sind bereits einige neue Mumia-Solidaritätsbündnisse entstanden, die mit praktischer Arbeit begonnen haben, z.B. in Oldenburg, Bremen, Bielefeld, Köln und Hannover. In Bremen wird es vermutlich am 5. Oktober um 17 Uhr eine Kundgebung für Mumia geben. Es finden mittlerweile in vielen Städten selbstorganisierte Infoveranstaltungen statt. Der Oldenburger Soligruppe ist es gelungen eine solche Veranstaltung an einer Schule in Rastede zu organisieren. Auf etlichen großen „Szene“ – Festivals wurde Mumia thematisiert, so z.B. in Vlotho. Außerdem beginnen viele kleine, praktische Schritte. Demovorbereitungen für den Ernstfall laufen natürlich hauptsächlich in Berlin, aber beinahe täglich werden Layouts, Textentwürfe, Tipps und Kontakte beim Berliner Mumiabündnis angefordert. Der Film „In Prison My Whole Life“ wird mindestens einmal pro Woche bestellt. Die Gruppe kommt mit dem drucken und verschicken von T-Shirts kaum nach. Auch die Zahl derer, die in die e-mail Alarm- und Rundbriefliste aufgenommen werden wollen, hat sich seit Mai um ca. 1200 gesteigert. Das sind Leute aus dem gesamten Bundesgebiet.

„Mumia 3+12″

In allen Orten in denen die Infotour halt machte, bestand Einigkeit und der erklärte Wille, im Falle der Wiedereinsetzung der Todesstrafe einen dezentralen Aktionstag („Mumia 3+12″) durchzuführen. Das geht inzwischen weit über die Stationen der Mumia-Infotour hinaus. Rückmeldungen dazu kommen nicht nur aus etlichen anderen Orten, sondern auch z.B. auch aus Griechenland und Mexico.

Wenn die Behörden der US-Justiz und in Pennsylvania meinen, Mumia Abu-Jamal erneut mit dem Leben bedrohen zu können, ohne sich dabei an irgendwelche nachvollziehbaren Regeln oder Termine halten zu wollen, sollen sie zur Kenntnis nehmen, dass dies nicht unbeobachtet passiert. Die Unterstützungsbewegung kündigt für den Fall der Wiedereinsetzung der Todesstrafe am 3. Tag danach um 12 Uhr (hier gibt es regionale Unterschiede) Aktionen und Blockaden vor US-amerikanischen Einrichtungen an. So rufen z.B. unabhängige Gruppen in Berlin dazu auf, in diesem Fall die US-Botschaft zu schliessen.

Der Obama Regierung soll hiermit auch klargemacht werden, dass sie nicht teilnahmslos abseits stehen kann. Auch wenn niemand so naiv ist, Wahlkampfrhetorik ernst zu nehmen, erwartet die US-Öffentlichkeit doch mehr im Kampf um veränderte gesellschaftliche Beziehungen, nämlich eine Untersuchung des Rassismus in der US-Justiz am Beispiel Mumia Abu-Jamal durch den neuen Justizminister Eric Holder.

Zu einer internationalen Untermauerung dieser Forderung soll „Mumia 3+12″ genauso dienen, wie zur Mobilisierung nach Berlin im Falle eines Hinrichtungsbefehles gegen Mumia. Sollte dieser nämlich unterschrieben werden, wird es am letzten Samstag davor eine bundesweit mobilisierte Demonstration zur US-Botschaft geben.

*Beginn ist um 14 Uhr auf dem Kreuzberger Oranienplatz.

Wir wissen, dass die Behörden aus den an weltweiter Solidarität gescheiterten Hinrichtungen von Mumia gelernt haben. Wir gehen wir davon aus, dass zwischen der möglichen Wiedereinsetzung der Todesstrafe durch den US Supreme Court und die Festsetzung eines Hinrichtungsdatums durch den Governeur Pennsylvanias nur wenig Zeit liegen wird. Daher haben sich die Unterstützer_innen von Mumia Abu-Jamal entschlossen, bereits jetzt mit der Mobilisierung zu beginnen.

Aktuelles Mobilisierungsflugi zum download:
*Mumia "3+12" front.pdf
*Mumia "3+12" back.pdf

Vorsicht Presse: SPIEGEL-ARTIKEL zu Mumia

Aber auch die Gegenseite, die Mumia ermorden lassen will, schläft nicht. Unter aktiver Mithilfe des rechten Journalisten Michael Smerconish veröffentlichte Der SPIEGEL am 24.08.2009 einen sehr hetzerischen Artikel „Mythen – Die Feuer der Hölle“.

SPIEGEL-Artikel zum download:
*SpiegelMumia.pdf

Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan sagt dazu, dass zahlreiche Unwahrheiten in diesem Artikel über Mumia selbst als auch das US-amerikanische Rechtssystem geschrieben stehen. Ein „legal update dazu erscheint erst in den nächsten Tagen (zu lesen bei http://mumia-hoerbuch.de). Schwerpunkt sind die im Artikel aufgestellten falschen Behauptungen über Spendengelder und Mumias Aussageverhalten.
Generell ist dazu zu sagen, dass Der SPIEGEL einerseits schlecht recherchiert hat, andererseits sich aber klar der rechtsradikalen Polizeibruderschaft „Fraternal Order Of Police“ (FOP) andient. Es scheint den Ordnungshütern dieses Landes und ihrem Staatsschutzverlautbarungsorgan nicht entgangen zu sein, dass momentan sehr viele Menschen über Mumias Kampf um Leben und Freiheit nachdenken. Die Bewegung umfasst anders als in den meisten anderen aktuellen Anti-Repressionskampagnen sehr viele Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen. Der SPIEGEL versucht hier ganz klar, die Bewegung zu verunsichern und zu diffamieren, um weiteres Interesse zu verhindern.

Das wird ihnen nicht gelingen!

Weitere Infos (u.a. LeserInnenbriefe an den Spiegel etc.) @ AL-Politische Gefangene

von C.O. / Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
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DIE INFOTOUR AUF VIDEO

Teile der Mumia Infotour gibt es jetzt auch als Video im Internet. Der Referent aus Berlin war vor kurzem zu Gast in der Fernsehsendung T.O.P. TV (The Other Press) und hatte dort Gelegenheit, ausführlich über Mumia Abu-Jamal, die Hintergründe seiner Verhaftung sowie die aktuelle Situation zu sprechen.

Der Beitrag dauert ca. 23 Minuten und ist vielleicht hilfreich für alle diejenigen, welche sich selbst zum ersten Mal überlegen, Infoveranstaltungen über Mumia (vielleicht in Kombination mit dem Film „In Prison My Whole Life“) zu machen.

Ihr könnt die Aufzeichnung hier sehen.

Neue Soli-Doppel-CD „On The Move – Sounds Inspired by Mumia Abu-Jamal“.

Der Erlös der CD geht an Mumias Verteidigung. Die CD kann unter www.mumiatv.com bestellen werden, oder innerhalb Deutschlands zum Preis von 15,00€ über lea-joana[ät]web.de erworben werden.

Die Solidaritätsrevanche von AS Livorno

livornoNachdem beim Freundschaftsspiel zwischen Adana Demirspor und AS Livorno Calcio aus der italienischen Seria A in der Türkei ein Transparent für die krebskranke politische Gefangene Güler Zere geöffnet wurde, haben am 12. September Anhänger von Livorno beim 1. Ligamatch gegen AC Milano in ihrem eigenen Fußballstadion ein Transparent mit der Aufschrift „Freiheit für Güler und Avni“ geöffnet. Die Anhänger von Livorno, die in Adana die Solidaritätsaktion mit Güler Zere und den darauffolgenden Polizeiübergriff erlebt hatten, wollten nun im eigenen Stadion auf besagte Gefangene aufmerksam machen. Dabei forderten die Anhänger von AS Livorno nicht nur Freiheit für Güler Zere, sondern auf für den, am 1. April 2004 in Italien verhafteten, wegen Mitgliedschaft in der DHKP-C angeklagten Avni Er, dem die Auslieferung in die Türkei droht. Das Spiel zwischen AS Livorno Calcio und AC Milano endete genauso wie bei dem Match in Adana mit einem 0:0.

Adana vs. Livorno: Linke Verbrüderung gegen Polizeigewalt

Polizeiübergriffe bei einem Freundschaftsspiel zwischen dem türkischen Zweitligisten Adana Demirspor und dem AS Livorno.

adana01.jpg Der italienische Erstligaclub aus der Geburtsstadt des kommunistischen Vordenkers und Revolutionärs Antonio Gramci, war am 4. September mit einigen Fans nach Adana gekommen um dort ein kleines Fußballfest zu feiern. Der Abend wurde zu einer Fandemonstration der besonderen Art über die sich die türkischen Medien lieber ausschwiegen. Der AS Livorno, europaweit bekannt durch seine linksradikal geprägte Fankultur traf so ausgerechnet in der Türkei auf Fans der Gastgeber, die ihnen in Punkto Fankultur und Engagement um nichts nachstanden. Fans beider Lager sangen schon beim Auflaufen der Mannschaften gemeinsam „Bella Ciao“ und schwenkten cubanische Flaggen und Che-Doppelhalter in ihren Fankurven.

Die Fanszene von Adana Demirspor, ein traditionsreicher Eisenbahnerclub, der insgesamt 17 Jahre in der türkischen Süper Liga spielte, und sich zur Zeit redlich bemüht an diese vergangenen Zeiten anzuknüpfen, ist wie die ganze Stadt multiethnisch geprägt. So solidarisierten sie sich nach der Ermordung des armenischen Schriftstellers Hrant Dink mit ihren armenischen Mitbürgern und legten sich bei einem Ligaspiel in Trabzon mit deren rechten Fans an, die den Mörder Dinks als Sohn der Stadt feierten. Aber auch in ihnrem Heimstadion gingen sie immer wieder auf Konfrontationskurs mit lokalen Funktionären der rechtsnationalistischen MHP. Als der Armeemajor und MHP-Parteigänger an diesem Abend im Stadion seinen Platz einnehmen wollte, wurde er aus der Kurve heraus als Faschistenknecht geoutet und mit Schmährufen überzogen. Nach anfänglichen verbalen Scharmützeln mit dem Securitypersonal einer Privatfirma, das sich merklich zurückhielt eskalierte die Situation als eine Fangruppe mit dem programmatischen Namen „October Youth“ ein Banner mit der Parole „Güler Zere muss nicht sterben – Freiheit für Güler Zere“ öffneten.

Eine Solidaritätsbotschaft an die krebskranke politische Gefangene, die trotz ihres lebensbedrohlichen Zustand in Haft gehalten wird. In den letzten Wochen gab es in der Türkei, aber auch in anderen Städten Europas Mahnwachen, Demonstrationen und andere Aktionen für ihre Freilassung und gegen die abwartende Haltung der Justiz, die trotz mehrfachen Gerichtsterminen immer noch keine abschließende Entscheidung über ihren weiteren Verbleib getroffen hat.

Ebenfalls anwesende Polizeikräfte forderten die Fangruppe zum Einklappen ihres Banners auf. Als dem nicht nachgekommen wurde setzten reguläre Polizei und Riotcops, wie es sie mittlerweile in fast allen Stadien Europas und der Türkei gibt Schlagstöcke und Tränengas gegen die Demirspor-Fans ein. Drei Fans wurden festgenommen, mehrere verletzt. Einer von ihnen berichtete später, dass ihm in Haft weitere Prügel angedroht wurden, wenn er nichts über die Hintermänner der Aktion preisgebe.

Nach dem Ende des Spiels sangen beide Fanlager zusammen Revolutionslieder und verbrüderten sich öffentlich. Das Spiel endete übrigens ganz unspektakulär 0:0. Für die Stimmung und Kampf waren an diesem Abend die befreundeten Fangruppen zuständig. „Schulter an Schulter gegen den Faschismus“ wie es mehrfach von den Tribünen hallte.

- Bilder u.a. von der Polizeiaktion (youtube)

- Verbrüderung nach dem Spiel (youtube)

gekürzte Version des Artikels @ junge Welt, 8.09.2009

Neue Partyreihe: K‘Town More Fire

250909.jpg Ab Ende September gibt es eine neue PartyReihe in KL. Nachdem der Beatclub aus dem Kramladen rausgeflogen ist und die Reggae&Dancehall-Partys namens „Yard Vibez“ im Nirvana am mittlerweile miesen Ruf dieses Clubs gescheitert sind, gibt’s hiermit den nächsten Anlauf diesem mittlerweile in Kaiserslautern verankerten Teil der Muzak-Kultur einen neuen Raum zu erschliessen.

Das Black&White hat sich bisher als fairer Veranstaltungsraum für Partys außerhalb des Mainstreams gezeigt und wir hoffen, dort in dem Rahmen, der öffentlichen und kommerziellen ClubbesitzerInnen von Ordnungsamt und Genehmigungsbehörden gesetzt ist, Partys veranstalten zu können, von denen auch Tage danach noch geschwärmt wird.

Trotzdem sei angemerkt: Wir sind nicht das Black&White und somit nicht verantwortlich dafür, was da sonst so läuft. Die Regeln und Grenzen legt ebenfalls das Black&White fest. Wir, das sind die Macher der K‘town More Fire-Partyreihe, die ZeroZeroSoundbwoys (YardVibez) , sowie MeckieMesserMuzak und LuuK (Ex-Beatclub) und verantwortlich für „Muzak&Culture“.

Noch was für die Menschen, die immer noch auf den nächsten Beatclub warten: Eine Beatclub-Party wird es erst wieder geben, wenn es in Kaiserslautern Freiräume gibt, in denen die Menschen, die die Party veranstalten, selbst bestimmen können, welche Regeln und Grenzen es gibt. Solange wir auf Räume angewiesen sind, die kommerziell genutzt werden und in denen Veranstalter (wie wir) immer die Interessen der ClubbesitzerInnen berücksichtigen müssen, gibt es keine Grundlage für selbstbestimmte Partys, wie wir sie im Beatclub zusammen feiern konnten. Zumindest solange, bis beim AStA der TU KL der Sicherheits u. Ordnungswahn ausgebrochen war.

Die Beatclub-Website wird euch im Laufe der nächsten Zeit über die Partys der K‘town More Fire-Reihe und andere Partys aus den selben Zusammenhängen informieren.

Darüber hinaus gibt es interessante Entwicklungen in Richtung der Vernetzung und Organisierung verschiedenster (sub)kultureller Machenschaften in Kaiserlautern, die wir unterstützen und über die wir euch (wenn es spruchreif wird) genauer informieren werden.

Wir haben gerade erst angefangen!!!

Hier die ersten Termine:

* K‘town More Fire – The Drum&Bass Night
25.09.09, 22:00 Uhr
feat.:
DJ Sykes
LUUK
Monsieur Flip
MC: Steppsen

* K‘town More Fire – Reggae&Dancehall Night
30.10.09, 22:00 Uhr
feat:
ZeroZero Soundbwoys ls. Mr. CORNADOOR
(http://www.myspace.com/cornadoor)
MeckieMesserMuzak

* Beide im Black&White, Kantstr.10, 67663 Kaiserslautern

Wegbeschreibung: Das Black&White (ehem. Cameo) liegt am Fuße des Betzenberg Stadions. Genau neben der ehem. Barbarossa und jetzt Getränkehandel Klein

greetz
MeckieMesserMuzaK, LuuK & the ZeroZeroSoundbwoyz

New Mumia Video

*more about Mumia here




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