Archiv für November 2009

5.12.2009 – afroreggae @ cafe international, k‘town

afroreggae03.jpg


Afro Reggae Party

feat. Selecta Milla
MeckieMesserMuzak
& special Guests

Cafe International
Richard Wagner Strasse 53 / Ecke Weberstr.
Kaiserslautern

27.11.09: K´town MORE FIRE – DRUM & BASS NIGHT @ Black & White Club

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Line Up:

M-TRAK & MAN@ARMZ
(db sounddepartment / Zweibrücken / Saarlouis)
LUUK
(db sounddepartment / Köln)
MONSIEUR FLIP
(Hertzmusic / Kaiserslautern)

MC BUSTER
(db sounddepartment / Saarbrücken)

visuals by:
OP-T-CAR

@ BLACK & WHITE CLUB
KANTSTR. 10
67663 KAISERSLAUTERN

Start: 22:00 UHR
22:00 bis 23:00 UHR 4,- EUR ab 23:00 UHR 5,-


Flyer zum download

Wegbeschreibung

TV-Terror: Der Baader Meinhof Komplex als Zweiteiler plus Sättigungsbeilagen

Am So, den 22.12.09 und dem darauffolgenden Montag bringt Das Erste eine geballte Ladung Terror auf den Bildschirm. Eines der schlechtesten und manipulatorischsten Streifen aus dem Hause Eichinger/Aust wird als TV-Zweiteiler angeboten. Unterlegt mit Anne Wills Quasselsendung und einen Politmagazin werden wieder falsche Fährten Richtung neuere Geschichts(be)schreibung und Wahrheitsfindung gelegt. Wir wollen hier nur noch einmal auf unsere Rezension des Kinoflopps „Der Baader-Meinhof Komplex“ hinweisen, die schon kurz nach dem Kinostart erschien:

DER BAADER MEINHOF KOMPLEX: Ein staatstragendes Schauspiel

Die Situation nach dem Konsum des materiell und medial bisher aufgemotztesten Films über die Geschichte der RAF ist ein seltsamer Zustand. Einerseits weiß mensch einiges über die Zeit in der der bewaffnete Kampf in der damaligen BRD begann und hat vieles schon mit realen Akteuren jener Zeit diskutiert .Andererseits weiß mensch auch einiges über die Macher des Films und ihre gewachsene Stellung in der offiziellen Geschichtsschreibung des neuen (alten) Deutschlands. Es ist nicht allzu schwierig das alles zu analysieren, doch bildet sich vor allem Wut über Dreistigkeit der Filmemacher, sich über ein mit Millionen Euros gepäppeltes Produkt die Geschichte zurecht zu biegen. Ein Machwerk, das keinen Kunstgriff auslässt um Geschichtsfälschern wie dem Autor der Buchvorlage Stefan Aust ein staatstragendes Denkmal zu setzen.

Dass dieses Massenprodukt Geschichte schreiben soll, zeigt sich schon an der finanziellen und materiellen Unterstützung durch Institutionen wie die „Bundeszentrale für politische Bildung“. Unter anderem gibt es eine 36seitige Broschüre, aufgebaut für die Nutzung in Schulen und Hochschulen. Es bleibt der Eindruck, dass hier historische Wahrheiten festgeklopft und unverrückbar in die Hirne, vor allem, der Jugend gestampft werden sollen. Die Geschichte der RAF und die des antagonistischen (1) Widerstands in der BRD soll abgewickelt werden als von vornherein sinnloser Kampf von 6 gegen 60 Millionen. Die RAF wird als eine kleine Gruppe von Weltverbesserern dargestellt , die sich mit der Widersinnigkeit ihres Ansinnens (die Revolutionierung der bundesrepublikanischen Verhältnisse) nicht abfindend, zu Killern mutierten und sich so um ihre Glaubwürdigkeit gebracht haben. Der Jugend soll immer bewusst sein das Widerstand zu jeder Zeit zwecklos ist und nur in die Selbstverstümmlung bzw. Selbstzerstörung führt. weiter im Text

Hier die wirklich interessanten Aspekte der Geschchte(n) um ’77:

Wie die Geschehnisse im Herbst 1977 sich auf die Musik und das Lebensgefühl der danachfolgenden Generationen auswirkte:
* Herbstmelodien ’77

Gerade zum ersten Teil und den neuen Diskussionen um den 2.Juni ’67 haben wir auch was anzubieten:
* Ein deutscher Polizist – Kurras und der 2. Juni ’67

Mehr Infos zum Thema gibt’s natürlich in unserem Archiv:
* Artikel und Dokumente gegen die herrschende Geschichtsschreibung zu ´77

Quelle: anderslautern-red.

FREE MUMIA-Kundgebung in Kaiserslautern

mumiaplneg.jpg


LET‘S MOVE K‘TOWN


Kundgebung für die
Freiheit und das Leben von Mumia Abu Jamal
gegen die Todesstrafe

Sa, den 21.11.2009
Am Altenhof / Kaiserslautern

Infostand mit Musik und Film:
10.00Uhr – 14.00Uhr
Kundgebung:
12.00Uhr

Am Samstag, den 21.11.2009 um 12.00Uhr findet am Altenhof, in der Kaiserslautrer Innenstadt eine Kundgebung für das Leben und die Freiheit, des seit 27 Jahren in einer Todeszelle der USA inhaftierten Mumia Abu Jamal statt. Der Journalist und ehemalige politische Aktivist wurde 1982 zum Tode verurteilt. Der Verurteilung lag ein Vorfall vom 9. Dezember 1981 zugrunde. Jamal wurde in Philadelphia von einem Polizeibeamten angeschossen, als er gegen vier Uhr morgens auf eine Polizeikontrolle stieß, bei der der später getötete Polizist auf Jamals Bruder einschlug. Der Polizeibeamte wurde ebenfalls angeschossen und erlag seinen Verletzungen.

Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der oberste us-amerikanische Gericht, der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober begonnenen Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen.

Deshalb hat sich in Kaiserslautern eine Bündnis von Menschen aus der Friedensbewegung, Menschenrechtsaktivist_innen und Antifaschist_innen zusammen getan, um die Bevölkerung in der Region Kaiserslautern auf diesen Fall aufmerksam zu machen und eine weitere praktische Anwendung der Todesstrafe, die in Pennsylvenia/USA durch eine Giftspritze erfolgt, zu verhindern. Das Bündnis sieht sich als Teil einer weltweiten Solidaritätskampagne für Mumia Abu Jamal. Ein erster Schritt der Solidaritätsarbeit des Bündnisses von Einzelpersonen unterschiedlichsten Alters und verschiedenen kulturellen bzw. politischen Initiativen war die Ausarbeitung des „Kaiserslautrer Appells für das Leben von Mumia Abu Jamal“. Seit dem 9.11.2009 werden mit diesem Appell, der sich in großen Teilen an der von allen Fraktionen (außer der CSU) verabschiedeten Resolution des Münchner Stadtrats orientiert (siehe: http://freedom-now.de/news/artikel553.html), Unterschriften in der Region Kaiserslautern gesammelt.

Vor und nach der Kundgebung informiert das Bündnis von 10.00Uhr bis 14.00Uhr an einem Infostand über die Hindergründe des Kampfes gegen die Todesstrafe in den USA.

Mumia Abu Jamal: Kaiserslautrer Appell gegen die Todesstrafe gestartet

mumia11.09.jpg Am Montag, den 9.11.2009 hat das „Kaiserslautrer Bündnis für das Leben von Mumia Abu Jamal“ seinen Appell für das Leben von Mumia Abu Jamal veröffentlicht. Der Text des Appells orientiert sich in großen Teilen an der Resolution des Münchner Stadtrats, die mit den Stimmen von SPD, FDP, den Grünen/Bündnis90, der ÖDP und der Partei „Die Linken“ verabschiedet wurde (siehe: http://freedom-now.de/news/artikel553.html).

Ziel ist es, das Leben des seit 27 Jahren inhaftierten schwarzen Journalisten Mumia Abu Jamal zu retten. Der Journalist und ehemalige politische Aktivist wurde 1982 zum Tode verurteilt. Der Verurteilung lag ein Vorfall vom 9. Dezember 1981 zugrunde. Jamal wurde in Philadelphia von einem Polizeibeamten angeschossen, als er gegen vier Uhr morgens auf eine Polizeikontrolle stieß, bei der der später getötete Polizist auf Jamals Bruder einschlug. Der Polizeibeamte wurde ebenfalls angeschossen und erlag seinen Verletzungen.

Lange Zeit schienen nur Menschenrechtsaktivisten und kritische Juristen weltweit die Problematik eines fairen Prozesses, die Frage von Schuld und Unschuld, überhaupt aufzuwerfen. Obwohl seine Anwälte mittlerweile alle ‚Beweise‘ für seine Schuld widerlegt haben, war es bis heute nicht möglich seine Freilassung zu erreichen. Eine weltweite Unterstützungsbewegung verhinderte bis heute die Hinrichtung.

Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober begonnenen Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen.

Deshalb hat sich in Kaiserslautern eine Bündnis von Menschen aus der Friedensbewegung, Menschenrechtsaktivist_innen und Antifaschist_innen zusammen getan,um die Bevölkerung in der Region Kaiserslautern auf diesen Fall aufmerksam zu machen und eine weitere praktische Anwendung der Todesstrafe, die in Pennsylvenia/USA durch eine Giftspritze erfolgt, zu verhindern. Das Bündnis sieht sich als Teil einer weltweiten Solidaritätskampagne für Mumia Abu Jamal.

Als erster Schritt wurden Emails an den Stadtrat und die politisch Verantwortlichen der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern verschickt. Darüber hinaus gingen Mails an Gewerkschafter, politische Parteien und Organisationen. In den nächsten Tagen wird das Bündnis die Menschen in der Innenstadt über die Situation des von der Todesstrafe Bedrohten zu informieren und im Falle der Ausstellung eines neuen Hinrichtungsbefehls zu Notfallprotesten mobilisieren.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
* http://neues-auf.anderslautern.de/index.php?n=Politik.PolitischeGefangene#toc1
* http://www.freedom-now.de/
* http://www.labournet.de/solidaritaet/mumia/

Quelle: Kaiserslautrer Bündnis für das Leben von Mumia Abu Jamal, PM 10.11.2009

Kaiserslautrer Bündnis für das Leben von Mumia Abu Jamal
Postfach 3570
67623 Kaiserslautern
email: freemumia.kl@web.de

Kaiserslautern, den 7.11.2009


Kaiserslautrer Appell für das Leben von Mumia Abu Jamal
– gegen die Todesstrafe

Die Menschen aus Kaiserslautern und der gesamten Region legen im Zusammenleben besonderen Wert auf gegenseitiges Verständnis, Respekt und Toleranz und ein glaubwürdiges Auftreten für Menschenrechte. Als Bewohner und Bewohnerinnen einer Region, deren Geschichte und Gegenwart sehr stark mit den USA verknüpft ist, blicken wir auch besonders intensiv auf die Politik und die gesellschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Da wir uns für den Schutz der Menschenwürde und der damit verbundenen Grundrechte einsetzen, stellen wir uns weltweit gegen die Todesstrafe und sind bedrückt, das diese in den USA immer noch praktiziert wird.

Die Todesstrafe ist ein barbarischer Akt staatlicher Gewalt. Ihre Androhung und Anwendung verletzen das elementare Recht auf Leben und die Menschenwürde des Einzelnen. Sie ist unserer Auffassung nach weder mit Sicherheits- noch mit Vergeltungsbedürfnissen zu rechtfertigen und somit, unabhängig von der Schuldfrage, nicht akzeptabel. Wie sehr sie einer humanen Gesellschaftsordnung widerspricht, wird jedoch besonders deutlich, wenn die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt ist, wie im Fall von Mumia Abu-Jamal. Der afro-amerikanische Journalist und Bürgerrechtler sitzt seit über 27 Jahren in der Todeszelle in den Vereinigten Staaten, weil er angeblich einen weißen Polizisten erschossen haben soll. Abu-Jamal beteuert seither seine Unschuld, und Menschenrechtsorganisationen haben eklatante Verfahrensmängel im damaligen Gerichtsprozess aufgedeckt, die offensichtlich auf rassistische Hintergründe zurückzuführen sind.

Wir schließen uns daher der weltweiten Solidaritätskampagne an und fordern ein neues, faires Gerichtsverfahren für Mumia Abu-Jamal. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind zu Recht stolz auf die älteste demokratische Verfassung der Welt mit der Garantie gleicher Rechte für Alle. Diese Vorbildfunktion verpflichtet aber zu einer äußerst sorgfältigen und humanen Würdigung in jedem einzelnen Fall. Der Rechtsgrundsatz „in dubio pro reo“ (im Zweifel für den Angeklagten) muss natürlich in ganz besonderem Maße bei der Verhängung der Todesstrafe gelten.

Darüber hinaus fordern wir selbstverständlich eine vollständige Abschaffung der Todesstrafe. Besonders in den USA ist diese Entscheidung längst überfällig.

Bitte unterstützen sie diesen Appell, durch die Angabe ihres Namens bzw. den Namen ihres Vereins, ihrer Gruppe bzw. Organisation.

Name:
Beruf bzw. Funktion:
Wohnort:

Vielen Dank

Appell und Anschreiben zum Download:
kaiserslautrerappell.pdf
kaiserslautrerappell(anschreiben).pdf

BITTE MASSENHAFT UNTERSTÜTZEN UND WEITERVERBREITEN!!!




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